Maßnahmen im Lockdown

Bürgermeister Rotering will sich mit Nachbarkommunen absprechen

Bönener Bürgermeister Stephan Rotering an seinem Schreibtisch
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Bürgermeister Stephan Rotering will sich mit den Amtskollegen der anderen Kreiskommunen über Maßnahmen abstimmen.

In Bönen heißt es jetzt erst mal Warten. Welche von den am Freitag angekündigten Maßnahmen im Lockdown konkret in welcher Form in der Gemeinde umgesetzt werden, das konnte Bürgermeister Stephan Rotering am Montag noch nicht genau sagen. „Wir warten noch auf die konkrete Umsetzung des Coronaschutzgesetzes.“

Bönen – Bei der Verwaltung sei die aktualisierte länderspezifische Regelung, die allgemeine Verfügung, noch nicht angekommen. Vorher könnten keine konkreten Maßnahmen eingeleitet werden.

Da geht es beispielsweise um die Frage, ob in der Innenstadt eine Maskenpflicht ausgesprochen werden soll. Bürgermeister Stephan Rotering betonte gegenüber dem WA, dass die Gemeinde keinen Alleingang in Sachen Maßnahmen gegen Corona machen will. „Ich finde, dass eine Maskenpflicht nicht generell in der Bönener Fußgängerzone gelten muss. Wir werden uns auf alle Fälle mit den Nachbarkommunen im Kreis abstimmen, um einheitliche Regelungen zu haben“, so Rotering.

Ab einem Inzidenzwert über 200 müssten ohnehin besondere Maßnahmen ergriffen werden. Am Mittwoch findet deshalb mit den Amtskollegen der anderen Kommunen im Kreis Unna eine Telefonkonferenz statt, in der alle Punkte, die vor Ort von den Städten und Gemeinden geregelt werden sollen, abgestimmt werden. „Ich finde es wichtig, dass wir einheitlich abstimmen und nicht von Stadt zu Stadt andere Regelungen gelten, das verwirrt nur“, ist Rotering überzeugt.

Diskutiert wird unter anderem über das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und ein Versammlungs- und ein Feuerwerksverbot in der Silvesternacht. Wenn Verbote ausgesprochen werden, dann stellt sich auch die Frage, wer die Einhaltung der Regelungen kontrolliert. Dafür seien neben der Polizei die Ordnungskräfte der Gemeinde zuständig. Die sollen auch Silvester verstärkt unterwegs sein.

Allerdings sei eine Kontrolle im privaten Bereich, wie viele Personen tatsächlich am Tisch sitzen, schwierig. „Der Erfolg der Maßnahmen steht und fällt mit der Bereitschaft der Menschen, ihre Kontakte auf ein absolutes Minimum zu beschränken“, betont Rotering. „Es geht nur mit Vernunft und Solidarität.“

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