Bürgermeister Rotering wehrt sich gegen SPD-Vorwürfe 

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Bürgermeister Stephan Rotering (rechts) beklagt in einem offenen Brief, dass Ratsherr Martin Holz ihn in der Ratssitzung am 5. Juli nicht direkt auf das Problem angesprochen hat.

Bönen - Bürgermeister Stephan Rotering lässt die Kritik der Nordbögger Sozialdemokraten an seiner Informationspolitik nach dem Großbrand und den Vorwurf der Untätigkeit nicht auf sich sitzen. Der Verwaltungschef fährt seinerseits schwere Geschütze gegen Ratsherr Martin Holz auf, der den offenen Brief zusammen mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Olaf Weinmann verfasst hatte.

In seiner Antwort an die beiden Sozialdemokraten schiebt Rotering die Verantwortung für die Information der Bevölkerung bei diesem Ereignis auf die Einsatzleitung. Die habe nach einem vorgegebenen Konzept auf unterschiedlichen Kommunikationswegen wie Radio, Fernsehen, Zeitungen, Notfall-App und auch über das Internet die Bevölkerung vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

„Ich gehe davon aus, dass innerhalb kürzester Zeit annähernd die gesamte Bevölkerung Bönens, und das nicht nur visuell, über das Brandereignis informiert war“, so der Bürgermeister. Der Fachdienst Gefahrenabwehr und der Bereitschaftsdienst seien sensibilisiert gewesen, um auf die Fragen besorgter Bürger einzugehen und reagieren zu können. 

Eine Anfrage aus der Nordbögger Einwohnerschaft bezüglich der Bedenken wegen des Verzehrs von Obst und Gemüse sei weder an ihn noch an die Verwaltung gerichtet worden. Deshalb habe er und die Verwaltung keine Initiative ergriffen, verteidigt sich Rotering, um dann in seinem offenen Brief in die Offensive zu gehen.

Treuepflicht ins Spiel gebracht

Er finde es mehr als befremdlich, dass Martin Holz als Ratsmitglied der Gemeinde, der ja um die berechtigte Besorgnis in der Nordbögger Bevölkerung wusste, nichts unternommen habe, um ihn umgehend oder allerspätestens in der letzten Ratssitzung am 5. Juli darüber zu informieren.

„Stattdessen haben Sie abgewartet, um mir am 9. Juli ihren offenen Brief über Ihre Empörung und Enttäuschung zu schreiben“, so der Bürgermeister. 

„Dieses Verhalten entspricht in meinen Augen nicht Ihrer organschaftlichen Treuepflicht als Ratsmitglied der Gemeinde Bönen, sondern scheint ausschließlich parteipolitisch motiviert zu sein. Ich hoffe nicht, dass so Ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bürgerinteresse aussieht“, legt Stephan Rotering nach. Er wünsche sich im Interesse der Bürger zukünftig eine transparentere und konstruktivere Zusammenarbeit, so der Bürgermeister. 

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