Bönener besaß fast 100 CDs mit Kinderpornografie

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Ein Bönener mussten sich wegen des Besitzes von Kinderpornografie verantworten

Bönen/Unna - In der Wohnung eines Böneners stieß die Polizei auf zahllose Bilder und Videos mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Der Besitz brachte den 40-Jährigen nun in Unna auf die Anklagebank.

Im Zuge ähnlicher Ermittlungen gegen einen anderen Verdächtigen war die Telefonnummer des Böneners aufgetaucht. Das war Ende November der Anlass für eine Durchsuchung seiner Wohnung. 

Tatsächlich bewiesen die Beamten den richtigen Instinkt: Auf Nachfrage übergab ihnen der 40-Jährige nahezu 100 CDs mit tausenden Fotos und hunderten Videos, auf denen der zum Teil sehr massive Missbrauch von Kindern und Jugendlichen abgebildet war.

„Das stimmt so“, räumte der Angeklagte aus Bönen gestern in seinem Prozess vor dem Amtsgericht ein. Die Bilder und Videos habe er vor Jahren von einem Kollegen erhalten, „kurz drübergeschaut“ und dann vergessen. „Ich hatte die in einen Schrank gestellt und jahrelang nicht mehr daran gedacht.“ 

Zumal er mittlerweile keinen Computer mehr besitze. Das Geständnis, die freiwillige Herausgabe der CDs sowie die Tatsache, dass der Bönener bislang nicht einschlägig in Erscheinung getreten war und seine drei Vorstrafen wegen Diebstahls und Schwarzfahrens mehrere Jahre zurücklagen, wirkten sich letztlich positiv für ihn aus. 

Gegen ihn sprachen die Vielzahl der aufgefundenen Fotos und Videos sowie der Umstand, dass er bereits vorbestraft war. Zur Überzeugung des Richters und der Vertreterin der Staatsanwaltschaft war die Verhängung einer Freiheitsstrafe unumgänglich.

Der 40-Jährige wurde zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Darüber hinaus wurde ihm die Ableistung von 60 Sozialstunden auferlegt.

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