Standort Poilstraße wohl vom Tisch

Kein Neubau in Osterbönen: Gemeinde will Feuerwehr bündeln und näher in die Ortsmitte bringen

Wohin mit der Feuerwehr? Die Tage des Gerätehauses Poilstraße sind gezählt, den dort geplanten Neubau soll es nun an anderer Stelle geben.
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Wohin mit der Feuerwehr? Die Tage des Gerätehauses Poilstraße sind gezählt, den dort geplanten Neubau soll es nun an anderer Stelle geben.

Die Gemeinde Bönen hat eine neue Marschrichtung für die Modernisierung der Feuerwehr ausgeben. Und die führt nicht mehr aufs Dorf, sondern in die Mitte:

Bönen – Bei der Modernisierung der Feuerwehrstandorte setzt die Gemeinde Bönen nun auf einen Standort in der Mitte, in dem das alte Gerätehaus Poilstraße, die Station an der Bachstraße und die dortige Rettungswache mit gebündelten Kapazitäten effektiver aufgehen können. Dafür kommt die zunächst beantragte Förderung aus dem NRW-Sonderaufruf „Feuerwehrhäusern in Dörfern“ nicht in Betracht. Das hat der Fachbereichsleiter Bauen, Robert Eisler, auf Anfrage am Donnerstag mitgeteilt.

Antrag auf NRW-Förderung nicht haltbar

Mit der Bekanntgabe der Bewilligungen durch das Heimatministerium ist am Mittwoch überraschend bekannt geworden, dass Bönen den Förderantrag zurückgezogen hat. Das erklärt sich mit der neuen Marschrichtung, die nun nicht mehr Richtung Osterbönen führen soll – und damit nicht mehr „aufs Dorf“ im Sinne der Förderrichtlinien.

Interner Beratungsvorlauf für Feuerwehr

Nach Eislers Worten ist das intern der Politik mitgeteilt, aber noch nicht nach außen getragen worden, weil die interne Abstimmung der Feuerwehreinheiten dem vorher gehen sollte. Die Wehrleitung sei mittlerweile aber bereit, gemäß der Empfehlungen des Brandschutzbedarfsplans eine Alternative zur Poilstraße in Betracht zu ziehen. Ursprünglich war geplant, dort einen Neubau zu errichten. Eine Sanierung wäre ähnlich teuer, aber mit Kostenrisiken behaftet.

Die Retter warten noch aufs Gutachten

Zu dem zentralen Standort stehe noch eine Bewertung des Gutachters aus, auf die auch die Feuerwehr noch warte, so Eisler weiter. In Abstimmung mit den Freiwilligen werde die Verwaltung die Anforderungen an den neuen Standort prüfen und die Raumkonzepte überarbeiten lassen. Mit einer Machbarkeitsstudie und Kostenschätzung auf dieser Basis soll die Politik eine Entscheidung treffen. Die zunächst für das Vorhaben Poilstraße eingestellten Etatansätze könnten für die Planung des Objekts verwendet werden.

Übergangslösung für den Rettungsdienst

Für die Aufstockung des Rettungsdienstes mit einem zweiten Fahrzeug und Besatzung in Tagesbereitschaft soll die Wache Bachstraße vorübergehend mit zwei später versetzbaren Kfz-Hallen und Umbau der Garagen zum Aufenthaltsraum ertüchtigt werden, bis es an die neue Adresse geht.

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