Jetzt ist es amtlich

SPD-Team zur Kommunalwahl steht: Semmelmann fordert Bürgermeister Rotering heraus

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Mit dem Zusammenstehen ist es so eine Sache in Coronazeiten: Politisch wollte das Bönens SPD bei der Delegiertenversammlung demonstrieren, beim Gruppenbild ist das verboten. Mitte: Thomas und Angelika Semmelmann.

Das SPD-Kandidatenteam für die Kommunalwahl am 13. September steht – und auch der Parteivorstand im Sprengel Bönen-Mitte geht mit neuer Bestätigung durch die Genossen in den Wahlkampf. In der Abfolge erst Mitglieder-, dann Delegiertenversammlung haben die Sozialdemokraten am Samstag coronakonform in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums die personellen Weichen gestellt – und Thomas Semmelmann nun offiziell als Herausforderer von Bürgermeister Stephan Rotering auf den Schild gehoben.

Bönen – Das geschah mit prominenter Unterstützung. Michael Ruhe, Gemeindeverbandsvorsitzender und hier auch Versammlungsleiter, begrüßte den SPD-Landesvorsitzenden Sebastian Hartmann. Auch der SPD-Landratskandidat, Selms Bürgermeister Mario Löhr, empfahl sich bei der Gelegenheit, der Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Oliver Kaczmarek schaute vorbei.

„Ich bin bereit, an der Spitze der Stadt Bönen zu stehen“, versicherte Semmelmann den Parteifreunden vorsichtshalber noch einmal. Die kürten den Ratsherrn aus Bergkamen daraufhin einstimmig zum Spitzenkandidaten. Der Import aus der Nachbarstadt soll dem von CDU, Bündnis90/Die Grünen, FDP und BgB getragenen Amtsinhaber Rotering den Chefsessel im Rathaus streitig machen. Den hatten die Genossen 2015 in einer historischen Niederlage (35:65 Prozent) eingebüßt.

Semmelmann warb für seine Vorstellungen eines Gesamtkonzeptes, zu dem beispielsweise Klimaaspekte, der öffentliche Nahverkehr aber auch die Bedürfnisse von Fußgängern gehörten. Dass der Mann als NRW-Vorsitzender des ADFC einen Faible fürs Radfahren hat, versteht sich von selbst. Er warnte, diese Themen als „Stückwerk“ zu betrachten, auf den Zusammenhang komme es an. Oliver Kaczmarek betonte, dass die Partei im Kreis Unna sehr genau auf Bönen schaue und auf die kommende Kommunalwahl.

NRW-Chef Sebastian Hartmann beschwor die Solidarität der Gesellschaft. Diesen Gedanken voranzustellen, sei in den großen Herausforderungen dieser Tage besonders wichtig. Ebenso, rechten Hetzern und Spaltern eine klare Absage zu erteilen.

Der CDU/FDP-Landesregierung warf Hartmann eine chaotische Arbeitsweise vor. Die Unterstützung der Kommunen, insbesondere der Schulen, sei schlecht. Mario Löhr stieß ins gleiche Horn, mante, dass die Flüchtlings- und Klimakrise noch lange eine Herausforderung darstellten. Bei der Landratswahl will er gegen den designierten CDU-Kandidaten Marco Morten Pufke aus Bergkamen mit den Schwerpunkten Arbeitsmarkt, Mobilität, Wohnungsbau und Digitalisierung punkten und finanzielle Entlastung der Kommunen einfordern.

Bewerber für den Gemeinderat und Kreistag

Die 16 Direktkandidaten der SPD für den Gemeinderat: Ute Brüggenhorst, Nicole Dahmane, Anika Furmanek-Schmidt, Silvia Gosewinkel, Jörg Grünewald, Cornelia Hawickenbrauck, Klaus-Werner Heinze, Martin Holz, Thomas Köster, Dirk Lampersbach, Sabine Lutz-Kunz, Ralf Maczkowiak, Benedikt Müller, Wolfgang Nickel, Hakki Sancaktaroglu, Deniz Werth (Die Zuordnung zu den Wahlbezirken veröffentlichen wir wegen der noch offenen Benennung nach Wahllokalen nach deren Festlegung) Für den Kreistag kandidieren: Dirk Lampersbach und Sabine Lutz-Kunz.

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