Solarstrom wird weiter gefördert

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Auf immer mehr Dächern sind Solarzellen zu sehen.

Grüner Strom wird in der Gemeinde zu einem immer größeren Faktor. Mit Stand Mitte Juni sind im Gemeindegebiet 424 Photovoltaik-Anlagen (PV) mit einer Leistung von 7989 Kilowatt-Peak verbaut. Das entspricht der Energiemenge bei einem Solarertrag etwa 1825 durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalten. Und es sollen in Zukunft mehr werden.

Bönen – Deshalb hat die Verwaltung in der Corona-Pause einen Dringlichkeitsbeschluss gefasst, um Fördermittel des vom Regionalverband Ruhr (RVR) ausgeschriebenen Ausbau-Initiative „Solarmetropole Ruhr“ an Unternehmen weitergeben zu können. Diese Richtlinie musste bis zum 1. April umgesetzt worden sein. In der vergangenen Woche genehmigte nun auch der Gemeinderat auf seiner Sitzung den Beschluss. Demnach werden die ersten drei PV-Anlagen mit einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 500 Euro gefördert.

Die erste dieser geförderten Anlagen geht in Kürze in Betrieb und dürfte eine der größten in der Gemeinde sein. Etwa 25 000 Quadratmeter werden auf dem Dach des Logistikzentrums von Lidl an der Weetfelder Straße im Industriegebiet der Gewinnung von Solarstrom zur Verfügung gestellt. Die 749-Kilowatt-Peak (kWp) starke Anlage sei darauf ausgelegt, mit dem erzeugten Strom fast vollständig den Energiebedarf des Logistikzentrums zu decken, heißt es in einer Pressemitteilung des Discounters. Alleine diese Anlage erzeugt so viel Energie, dass sie rund 171 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen könnte.

Überhaupt erfreut sich die Solartechnik großer Beliebtheit in der Gemeinde. Ein erstes Förderprogramm für Bürger in Höhe von 300 Euro für zehn Antragsteller war schnell vergeben, weswegen die Gemeinde nun in Zusammenarbeit mit dem RVR den Fördertopf für neu errichtete Anlagen um weitere 3000 Euro aufgestockt, sodass zehn weitere Antragsteller berücksichtigt werden können. Auch dabei wurde der erste Bescheid bereits aufgestellt.

René Böhm, der Klimamanager der Gemeinde, weist darauf hin, dass durch gesunkene Preise, die höhere Effizienz und die Selbstnutzungsmöglichkeit des Solarstroms die PV-Anlage im Eigenbedarf bereits wirtschaftlich sei. Man könne schließlich große Teile des Stroms aus dem Netz einsparen. Interessierte können sich mit wenigen Klicks auf den Internetseiten der Gemeinde selbst ein Bild von ihrem Dach im Solardachkataster machen und dieses auf Ihre Eignung für eine PV-Anlage überprüfen.

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