Nordbögger Schützen zeigen ohne Fest Flagge

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Einer der Höhepunkte des Festwochenendes war bisher in Nordbögge der große Umzug, wie er etwa auf dem Bild aus dem vergangenen Jahr zu sehen ist. Den können die Schützen den Dorfbewohnern nun nicht bieten – dafür aber ein paar Alternativen.

Eigentlich wäre genau in einem Monat der Startschuss für das Schützenfest in Nordbögge gefallen. Dank Corona muss aber auch das letzte Fest im Schützenkalender der Gemeinde in diesem besonderen Jahr ausfallen. Die Aktiven um den Vorsitzenden Herbert Bennemann wollen den Termin aber nicht einfach sang und klanglos verstreichen lassen. „Wir sind eine Dorfgemeinschaft und um das zu zeigen, haben wir uns für dieses Wochenende einiges einfallen lassen, was auch in Zeiten von Corona möglich ist“, berichtet der Vorsitzende.

Bönen – Am Donnerstag vor dem Ereignis wird in Nordbögge traditionell Laub geholt und das Dorf geschmückt. In diesem Jahr ist es nicht möglich, mit dem Sanitätswagen durch die Straßen zu fahren, frisches Grün zu verteilen und grün-weiße Wimpelketten aufzuhängen.

Deshalb rufen die Schützen alle Nordbögger auf, am 13. August dennoch Flagge zu zeigen und alle vorhandenen Fahnen und Wimpel oder sonstigen Schmuck in den Farben der Schützen selbst an Haus und Hof anzubringen. „Wir wollen für die kommenden Tage zeigen, dass Nordbögge den Schützenfesttermin nicht vergessen hat“, sagt Herbert Bennemann.

Essensausgabe mit „Horrido-Tropen“

Traditionell findet am Schützenfestfreitag das beliebte Eisbeinessen im Festzelt auf dem Schützenplatz an der Schulstraße statt. Ein Zelt wird es dort in diesem Jahr nicht geben, weil Schützenfeste verboten sind, aber das Essen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise stattfinden.

„Dazu planen wir für den 14. August eine Drive-in-Ausgabe des Eisbeinessens auf dem Schützenplatz“, verrät Bennemann. Jedes Mitglied des Schützenvereins Nordbögge kann für sich kostenlos ein Eisbein bestellen und kann es sich am Freitag mit dem Pkw auf dem Schützenplatz abholen. Dazu wird eine Flasche Bier und ein „Horrido-Tropfen“ zum Verdauen serviert.

Da alleine essen ja nicht so viel Spaß macht, und damit es zu Hause nicht zu Neid am Esstisch kommt, ist es in diesem Jahr ausnahmsweise möglich, ein weiteres Essen für den Partner zum Preis von 12 Euro zu bestellen. Bezahlt wird dann bei Abholung. Der Verzehr ist vor Ort natürlich nicht gestattet, die Abholer müssen den Platz sofort wieder verlassen. „Aber immerhin trifft man den einen oder anderen Schützen und kann ihm vom Auto aus zuwinken“, so Bennemann. Die Ausgabe soll zwischen 19 und 20 Uhr erfolgen, die genauere Uhrzeit wird entsprechend der Nachfrage noch mitgeteilt.

Die Bestellung kann ab sofort per E-Mail an info@schuetzenverein-nordboegge.de erfolgen oder telefonisch beim ersten Vorsitzenden Herbert Bennemann unter Telefon 17 06. „Auch eine Nachricht auf den Anrufbeantworter ist möglich, mit deutlicher Aussprache des Namens, Vornamens und der Telefonnummer“, sagt Bennemann, und ergänzt: „Denn der Vorsitzende hört nicht mehr so gut.“ Die letzten Bestellungen müssen bis Samstag, 1. August, erfolgt sein. „Dann müssen wir dem Lieferanten die verbindliche Zahl an Eisbeinen nennen.“

Und weil es so gut passt, wirbt der Vorsitzende auch gleich für den Eintritt in den Verein: „Für diejenigen, die sich jetzt noch entschließen, Mitglied im Schützenverein zu werden, ist das Eisbein natürlich kostenlos.“

Am Samstag, 15. August, wird eine Kranzniederlegung am Ehrenmal stattfinden. Auf Grund der behördlichen Auflagen dürfen daran aber nur zehn Personen teilnehmen. Der Personenkreis steht bereits fest, Zuschauer und Gäste können nicht teilnehmen.

Ein ökumenischer Feldgottesdienst ist in jedem Jahr Bestandteil des Schützenfestprogramms. In diesem Jahr wird er die einzige Veranstaltung am Sonntag, 16. August, sein. Um 11 Uhr wird er auf der Wiese vor dem Gemeindehaus an der Hermannstraße stattfinden – natürlich mit dem vorgeschriebenen Abstand. Dazu sind alle Schützen (in Uniform) sowie alle Nordbögger eingeladen.

„Umzüge mit Musik sind in diesem Jahr nicht möglich, weil das einen Schützenfestcharakter hätte“, sagt Bennemann. „Wir hoffen auf Verständnis, dass wir nicht mehr aus dem diesjährigen Schützenfesttermin machen können, aber wir sind alle daran interessiert, dass das Virus zurückgedrängt bleibt. Das wollen wir nicht mit unüberlegten Aktionen gefährden.“

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