Zu Tisch bitte – aber mit Abstand: Bönener Gastronomen gut vorbereitet, doch nicht jedes Restaurant offen

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Hier wird mit genug Abstand gegessen: Burim Meziri, Inhaber der Pizzeria Due Elle demonstriert, wie weit die Tische auseinander stehen. An insgesamt vier Tischen können es sich die Gäste bei Pizza und Pasta gemütlich machen.

Mit der Familie im Restaurant essen, Kaffee trinken mit der besten Freundin oder den Abend in der Kneipe ausklingen lassen: Das war in den vergangenen Wochen aufgrund der Corona-Krise nicht möglich. Doch seit Montag dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen in Nordrhein-Westfalen wieder öffnen. Manche Bönener Gastronomen lassen sich jedoch noch etwas Zeit, bis sie ihre Gäste im Lokal empfangen.

Bönen – Für Katja Lohmann, Inhaberin des Restaurants Haus Böinghoff an der Kamener Straße, ist es eine „Riesenerleichterung“, nach langer Zwangspause endlich wieder öffnen zu dürfen. Obwohl sie sich sehr auf ihre Gäste freut, müssen sich diese jedoch noch etwas gedulden, denn die Wiedereröffnung ist erst für Donnerstag geplant. Noch stecken Lohmann und ihre Kollegen in den Vorbereitungen, rücken Tische und messen Abstände. „Wir verkleinern auch die Speisekarte, weil wir jetzt nur noch die Hälfte der Plätze zur Verfügung haben und weniger anbieten können“, sagt die Restaurant-Besitzerin.

Die Vorbereitungen seien relativ aufwendig. „Es ist nicht damit getan, einfach die Hälfte der Plätze wegzunehmen“, erklärt Lohmann. Einige Stammgäste haben bereits reserviert, berichtet die Gastronomin. Bisher sei ihr aufgefallen, dass viele Kunden noch unsicher sind, in welcher Konstellation sie essen gehen dürfen. „Es dürfen Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch Platz nehmen“, betont Lohmann. Das gilt für die gesamte Gastronomie in NRW, genauso die namentliche Registrierung der Gäste.

Mit der Wiedereröffnung warten ebenfalls Meinolf Dittrich und seine Lebensgefährtin Boguslawa Wojsa, Betreiber von „Darwins Gaststätte am Eichenwald“, das Klubheim des Tennisvereins Rot-Weiß Bönen. Erst in der kommenden Woche sollen dort wieder Gäste persönlich im Lokal begrüßt werden. „Wir wollen erst mal sehen, wie oft die Tennisspieler hier unterwegs sind“, sagt Dittrich. Die Corona-Pause haben die Gastronomen zum Renovieren ihrer Gaststätte genutzt, aber auch für ihren Außer-Haus-Verkauf, den sie in Zukunft beibehalten wollen. An einem Imbissstand am Südfeld können sich hungrige Spaziergänger unter anderem Schnitzel oder hausgemachte Salate mitnehmen. „Dadurch haben wir viele Leute kennengelernt, die sonst nicht unsere Gastronomie besucht haben, weil sie dachten, dass man Clubmitglied sein muss“, freut sich Dittrich.

Boguslawa Wojsa und Meinolf Dittrich, Betreiber von „Darwins Gaststätte am Eichenwald, nutzen die Zeit bis zur Eröffnung mit der Renovierung ihres Lokals.

Burim Meziri, Inhaber der Pizzeria Due Elle an der Bahnhofstraße, möchte ebenfalls noch abwarten. Normalerweise stehen in seinem Lokal bis zu neun Tische, diese hat er bereits auf vier reduziert. „Vier Tische sind aber zu wenig. Das lohnt sich nicht wirklich“, findet der Gastronom, der sich trotzdem bestmöglich auf die Wiedereröffnung vorbereitet hat.

Nur zwei von vier Tischen stehen im Imbiss Bremsklotz für die Gäste bereit. So kann der Mindestabstand eingehalten werden.

In der Pizzeria Pippo von Gürkan Senol dürfen die Gäste bereits wieder Platz nehmen. Normalerweise stehen dort vier Tische. „Wir benutzen aber nur zwei, um den Abstand einzuhalten“, erklärt der Inhaber. Ihm gehört auch der Imbiss Bremsklotz, in dem den Gästen ebenfalls nur zwei der vier Tische zur Verfügung stehen. „Außerdem haben wir jetzt einen Eingang und einen Ausgang getrennt voneinander“, sagt Senol. Generell sei es sowohl für die Pizzeria als auch den Imbiss in den vergangenen Wochen etwas holprig gelaufen. Umso mehr freut sich der Gastronom, seine Kunden wieder persönlich begrüßen zu dürfen.

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