Pfarrer Heimbrodt dankt Architektin und Helferteam

Neuer Glanz in St. Bonifatius Bönen: Erste Messe nach der Kirchensanierung

Die erste Messe nach der Renovierung: Pfarrer Heimbrodt zelebrierte in der Atmosphäre strahlend heller Wände.
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Die erste Messe nach der Renovierung: Pfarrer Heimbrodt zelebrierte in der Atmosphäre strahlend heller Wände.

Die Gemeinde hat ihre Kirche St. Bonifatius zurück. Lange wurde saniert, am Sonntagmorgen endlich wieder Messe gefeiert.

Bönen - Ein Fest der Freude, der erste Gottesdienst am Sonntagvormittag nach der Sanierung der St. Bonifatius-Kirche: Nicht nur Pfarrer Benno Heimbrodt und die Gemeinde waren glücklich, auch die Menschen, die sich besonders um dieses Werk verdient gemacht haben, wie Architektin Brigitte Schwager, der ehrenamtliche Bauleiter Werner Weßels und die gute Seele Eva Liedmann.

Sie alle waren zugegen und freuten sich mit der Gemeinde. Zuerst hatte die Architektin das Wort: Sie habe nicht gleich begeistert zugesagt, als Pfarrer Heimbrodt sie um die Mitarbeit gebeten habe, räumte Schwager ein. Sie wisse ja um die Probleme bei Kirchenbauten. Der Pfarrer habe sie beruhigt, dass es sich nicht um die Restauration eines denkmalgeschützten Kleinods handele, sondern um eine moderne Kirche.

Der Teufel steckt auch hier im Detail

Nur: Als die Zusammenarbeit dann beschlossen war, habe sich doch vieles anders dargestellt: So ist St. Bonifatius eine von 30 Kirchen, die bei der letzten Überprüfung durch das Erzbistum Paderborn unter 1350 Bauwerken als denkmalschutzwürdig eingestuft wurden.

Schwager schilderte, was das Gebäude so besonders mache: Zuerst das große Glasfenster, das von dem Künstlers Wilhelm Buschulte einmalig estaltet wurde. Dann der säulenlose große Hallenbau, mitsamt dem Altar in nächster Nähe zu den Gläubigen. So wie es das Zweite Vatikanische Konzil für eine modernere Form des Gottesdienstes vorsah.

Aber auch die zu behebnenden Probleme hatte beachtliche Dimensionen. das Dach stellte sich als komplette Fehlkonstruktion heraus, es tropfte durch. Die Konstruktion musste umfassend erneuert werden. Der Schutz der Glasfenster aus Kunststoff war vergilbt und musste umfassend erneuert werden. An den Innenwänden wurde im Boden ein Kiesrand eingebracht, um Feuchtigkeit von den Wänden fern zu halten.

Barrierefei und ein leuchtendes Kunstwerk

Neu eingebaut sind Rampe und Türöffnungsanlage, so ist die Kirche nun barrierefrei. Licht und Tonanlage wurden überholt, die Wände inne wie außen instand gesetzt. Um die Kirche in Dunkelheit als solche erkennbar zu machen, kam eine Dämmerungssteuerung für die Kirchenbeleuchtung ins Haus, draußen leuchten dann Spots die Wege aus. Ein „i-Tüpfelchen“ nannte die Architektin die illuminierte große Fensterfront.

Schwager dankte den Handwerkern und besonders „ihrem“ Bauleiter Weßels. Sein Wissen über den Bau seien ein unschätzbarer Wert gewesen. Eva Liedmann erfuhr Anerkennung dafür, dass sie Kirche und Pfarrhaus so gründlich reinigte, dass die Messe gefeiert werden konnte.

Pfarrer Heimbrodt dankte Schwager und Liedmann mit Blumen, Weßels mit einem Gutschein. Einziger Wermutstropfen: Ohne Corona wäre die Kirche voll gewesen. So aber zeugte der ausgestellte Gruß der Kindergärten und der Knappen von der Verbundenheit derer, die nicht dabei sein konnten.

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