SPD-Antrag aus 2019 mit WFG-Vorschlag verknüpft

Vorstoß für neue Weihnachtsbeleuchtung: In zwei Jahren soll Bönens Mitte mehr Eindruck machen

Lichterketten in den Bäumen sind aktuell das Mittel der Wahl für  Adventsflair in der Fußgängerzone. Hier die Montage vergangene Woche
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Lichterketten in den Bäumen sind aktuell das Mittel der Wahl für Adventsflair in der Fußgängerzone. Hier die Montage vergangene Woche.

„Mehr Licht“ - das ist nicht nur der letzte Satz aus dem Munde eines großen Dichters, sondern auch die neueste Idee für eine schönere Gemeindemitte.

Bönen – Die Gemeinde wird ihre Weihnachtsbeleuchtung aufrüsten. Für das Jahr 2022 soll dafür im Haushalt Geld verfügbar sein, Bönens Schulen und Vereine will man zudem für eine Sponsoringaktion nach dem Prinzip der Spendenläufe gewinnen. So hat es der Planungsausschuss am Donnerstag einstimmig beschlossen. Aber der bloße Blick aufs Votum trügt.

SPD beklagt lange Ruhezeit des Antrags

Von adventlicher Harmonie war die Runde weit entfernt, als der SPD-Antrag auf Erneuerung der Lichter samt Spendenidee auf den Tisch kam. Der stammt vom 16. Dezember 2019. So klagte Ute Brüggenhorst: „Da sind wir doch irritiert, dass der so lange liegen geblieben ist.“ Gerade in den sozialen Corona-Schranken suchten die Menschen nach derlei lichten Momenten. „Da ist es wichtig, Bönens City attraktiv zu gestalten“, so die Genossin. Nur ließ sie außer Acht, dass zum Zeitpunkt der Antragsstellung der Zug für den Etat ‘20 schon abgefahren war.

Neue City-Managerin stellt Optionen vor

Dass es nun erst übernächstes Jahr etwas werden soll mit dem schmuckeren Lichterglanz in zeitgemäßer LED-Technik irritiere die SPD ebenfalls. „Schließlich ist der Aufwand nicht so groß. Da sind wir nicht auf Fördermittel angewiesen und wir brauchen auch keinen Mercedes.“ Das Synonym für Premiumklasse hatte Sabine Radig als Bönens neue City-Managerin in Diensten der Kreis-Wirtschaftsförderung ins Spiel gebracht. Bei ihrem Abriss ihrer Arbeitsfelder und ersten konkreten Taten präsentierte sie drei mögliche Optionen einer Aufwertung der Gemeindemitte durch die Beleuchtung zum Weihnachtsfest.

„Schlichte Fichte“ oder den „Mercedes“?

Das Angebot reichte eben vom „Modell schlichte Fichte“ bis zum „Mercedes“, dem Radig neue Lichterketten, Mastenmotive und schwimmende Lichter auf dem Gemeindeteich zuschrieb – für 50 000 Euro. Die althergebrachten Straßenüberspannungen wären mit 8600 Euro billig – und das wohl in doppelter Bedeutung. Da stelle sich die Frage nach der Wirksamkeit. Favorisiert ist nun eine allmähliche Erweiterung in Regie der GSW. Die erhält fürs Verwahren und Installieren der Lichter gegenwärtig übrigens 7500 Euro jährlich. Den Klagen der SPD hielt Sebastian Böhnke (CDU) entgegen, in der Herausforderung der Pandemie sei das Thema „nicht erste Priorität“ gewesen. „Aber wir sollten mehr machen.“

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