Es wird weiter geheiratet: Wegen Corona gibt’s aber klare Regeln

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Die Auflagen für Trauungen sind etwas gelockert worden. Für eine große Festgesellschaft ist es aber noch zu früh.

Bergkamen/Bönen – Die Zahl der Eheschließungen dürfte im Jahr 2020 zurückgehen, zumindest leicht. Zwar waren standesamtliche Trauungen seit Beginn der Pandemie auch in Bergkamen und Bönen durchgängig möglich, ihr Ja-Wort aber haben einige Paare angesichts der Corona-Auflagen zunächst verschoben.

Und manch Liebenden, die sich für eine behördlich verbriefte Zukunft zu zweit entschieden haben, halten sich womöglich noch zurück, bis die Gewissheit besteht, dass wieder unbeschwert und in Gemeinschaft gefeiert werden kann. Dabei musste sich schon jetzt nicht mit Zweisamkeit begnügen, wer als vermähltes Paar durchs Leben gehen möchte. 

In Bergkamen etwa konnten aufseiten von Braut und Bräutigam zehn Personen an der Zeremonie teilnehmen, die zumeist mit einem freudigen Kuss endet. Möglich macht dies der ausreichende Platz in den Trauzimmern. Nach wie vor finden auch an allen drei bekannten Orten in Bergkamen Trauungen statt: im Rathaus, in der Marina Rünthe und auf Hof Middendorf.

„Geheiratet wird selten spontan. Die aktuellen Trauungstermine sind in der Regel lange Zeit im Voraus festgelegt worden“, sagt Patricia Höchst, Leiterin des Bergkamener Bürgerbüros, dem das Standesamt angegliedert ist. Wie vielen Heiratswilligen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, hat sie nicht ermittelt. Aber sie weiß: „Viele Paare feiern gern im großen Stil.“ 

Das allerdings ist aktuell nicht möglich – weder in einem der Trauzimmer, noch in einem Saal in einer Gaststätte. 155 Trauungen verzeichnete die Stadt Bergkamen 2019. Im Jahr davor waren es 162. Warum die mögliche Delle in der Statistik gering ausfallen könnte? Die Bergkamener heiraten erfahrungsgemäß lieber in der zweiten Jahreshälfte. „Dann erst kommen unserer Hochmonate“, bestätigt Höchst. Allerdings: Vielleicht kann auch dann noch nicht ohne Einschränkungen gefeiert werden. 

„Ja, ich will“, können auch in Bönen heiratswillige Paare während der Corona-Pandemie sagen. Während zwischenzeitlich nur das Brautpaar vor dem Standesbeamten im Trauzimmer im Rathaus Platz nehmen durfte, sind jetzt immerhin noch vier weitere Personen zugelassen, bestätigt der zuständige Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte. 

Inzwischen hat die Gemeinde auch bereits wieder das Backhaus als alternativen Trauort in der Gemeinde geöffnet. „Da beide Räume nicht besonders groß sind, sind nur sechs Personen plus Standesbeamter zugelassen, damit der nötige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann“, erläutert Otte. 

Auch wenn in Zeiten von Corona Heiraten nur in sehr reduzierter Form stattfinden kann, haben einige Paare das Aufgebot im Bönener Rathaus bestellt, um den Bund fürs Leben zu schließen. Dennoch sei zu erwarten, dass die Zahl der Trauungen am Ende des Jahres etwas geringer ausfallen könnte, schätzt der Fachbereichsleiter. 

Natürlich gilt weiterhin die Einhaltung des Mindestabstands. Und Händeschütteln und Umarmungen nach der Zeremonie sind verboten. Aber Jubeln mit gehörigem Abstand und Luftballons in den Himmel steigen zu lassen vor dem Standesamt, ist nicht verboten. Da können sich Familie und Freunde für die Frischvermählten ja etwas Schönes einfallen lassen. Auch hier gilt: Bitte nicht übertreiben!

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