Barrelhouse-Trio spielt amerikanische Stücke

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Das Barrelhouse-Trio kam beim Konzert in der Alten Dorfschänke mal melancholisch und mal rockig daher.

Bönen - Udo Sieberg, Franz Wiemann und Rudy Meuwis treten seit 23 Jahren als Barrelhouse-Trio auf. Die lange Zusammenarbeit merkten die mehr als 40 Gäste der Alten Dorfschänke „Lohmann“ den Musikern am Samstagabend an. Nicht nur beherrschten sie ihre Instrumente wie Profis und sorgten für eine eindrucksvolle Performance. Vor allem machten die drei Künstler deutlich, dass sie alte Weggefährten sind.

Es brauchte kaum ein Lied, schon schunkelten die Zuhörer mit. Großer Applaus und der ein und andere Jubelschrei nach jedem einzelnen Song waren Ehrensache. Die Atmosphäre von Musik der amerikanischen Südstaaten, von Rockklassikern und generell von Songs der 20er und 30er Jahre war sogar vor der Tür der Dorfschänke wahrzunehmen. Gitarrenklänge und die kräftigen Stimmen des Trios drangen durch die geöffneten Fenster. Doch nur in dem Schankraum war die volle Kraft der Musik zu spüren.

Nach einem einleitenden A-Capella-Lied schnallten sich Meuwis und Wiemann Gitarre und Bassgitarre um und es wurde gerockt. Für das Country-Stück „Key to the Highway“ nahm auch Udo Sieberg noch eine Gitarre dazu. Diese dreifache Saiten-Power nutzten die Musiker in dem Lied für einen ausgedehnten Gitarrensolo-Part.

„Die Amerikaner haben es in ihren Songs mit dem Highway“, moderierte Sieberg das nächste Lied „Down the Highway“ an, ein melancholisches Stück mit einem Bluesharp-Solo als emotionalen Höhepunkt. Und die Interpretation des Textes gab es noch oben drauf: „Wie sooft geht es in dem Lied um die große Freiheit“, erzählte Franz Wiemann. „Aber es geht auch darum, in genau dieser Freiheit ironischerweise gefangen zu sein.“

Einen richtigen Ohrwurm hatte das Barrelhouse-Trio mit „Lucky Man“ von Emerson, Lake & Palmer im Gepäck. Schnell sangen einige den Gänsehaut erzeugenden Refrain „Oh what a lucky man he was“ mit.

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