Bildungsinitiative Bönen sucht Lern- und Lesepaten

Müserref Cengöz und Ingeborg Reiners-Worch gehören zu den Gründungsmitgliedern der Bildungsinitiative Bönen.

ORTSMARKE ▪ Allen Grundschulkindern sollen ohne Ansehen der sozialen Herkunft und der Muttersprache alle weiterführenden Schulen offen stehen, und sie sollen dort erfolgreich mitarbeiten können. Mit diesem Leitgedanken tritt die „Bildungsinitiative Bönen“ erstmals an die Öffentlichkeit.

Hinter der Initiative steckt ein Verein von engagierten Bönenern, die etwas Zeit übrig haben, etwa weil ihre Kinder aus dem Haus sind, weil sie in Altersteilzeit arbeiten oder bereits im Ruhestand sind. „Diese Zeit möchten wir als ehrenamtliche Lern- und Lesepaten den Schulkindern widmen, die Unterstützung, Förderung und persönliche Begleitung über das schulische Angebot hinaus brauchen“, erklärt Ingeborg Reiners-Worch, die zu den Gründungsmitgliedern der Bildungsinitiative zählt.

„Die Idee dazu ist in einem Freundeskreis entstanden“, berichtet Müserref Cengöz. Sie ist als Lernpatin mit gutem Beispiel voran gegangen und betreut bereits einen Zweitklässler an der Goetheschule. Dort – wie auch an der Hellweg- und Ermelingschule – sei das Projekt sehr positiv aufgenommen worden, berichten die beiden Frauen. „In erster Linie geht es uns um die Einzelförderung von Grundschulkindern, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten beim Sprechen und Lesen haben. Und das machen wir jeweils direkt in der Schule. Ausgewählt werden die Kinder von den Klassenlehrern“, erklärt Ingeborg Reiners-Worch, die selbst viele Jahre als Pädagogin tätig war.

Dabei sieht der Verein unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Rainer Eßkuchen seine Aufgabe zunächst darin, ehrenamtliche Lern- und Lesepaten zu finden und an die Schulen zu vermitteln. Deshalb sind 2500 Informationsbroschüren in Arbeit, die demnächst im Bürgerbüro der Gemeinde, in den Kirchengemeinden und in der Geschäftsstelle des Westfälischen Anzeigers zu haben sind. Außerdem wird die Bildungsinitiative mit einem Informationsstand beim Frauenfest am Freitag, 18. März, in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums für ihr Anliegen werben.

„Als Lernpate willkommen sind uns alle, die über ein verlässliches Zeitbudget verfügen und die Bereitschaft mitbringen, sich als Lern- und Lesepate fortbilden zu lassen. Eine pädagogische Vorbildung ist nicht notwendig“, weist Ingeborg Reiners-Worch darauf hin, dass die Interessierten in vier dreistündigen Kursen von der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) auf ihre Aufgabe vorbereitet werden.

Außerdem müssen die zukünftigen Paten ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. „Wir hoffen, dass wir die Kosten für die Fortbildung durch Spenden tragen können, denn wir haben die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragt“, betont Ingeborg Reiners-Worch, dass die Hilfe der Paten für Schulen und Eltern kostenlos ist.

„Zum Erfahrungsaustausch wollen wir an jedem ersten Mittwoch im Monat im Jugendzentrum Go in zusammenkommen. Das nächste Treffen findet dort am 6. April um 19 Uhr statt. Wer gerne Lern- und Lesepate werden möchte, ist dort herzlich willkommen“, wirbt Müsereff Cengöz für die Bildungsinitiative Bönen.

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