Kein Telefon: Besorgte Anfrage im Gemeinderat

Helinet-Ausfälle in Nordbögge: Bönens Bürgermeister hat sich eingeschaltet

Die „heiße Kiste“ an der Hammer Straße. Hier wird das Glasfasernetz mit den Telefondrähten zu den Kunden verbunden. Bei Hitze fällt die Technik aus.
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Die „heiße Kiste“ an der Hammer Straße. Hier wird das Glasfasernetz mit den Telefondrähten zu den Kunden verbunden. Bei Hitze fällt die Technik aus. Der Sichtschutz spendet Schatten.

Helinet hat schon Post, weil in Nordbögge an heißen Tagen das Netz aussteigt. Nur ist es mit der Antwort so eine Sache. Einer hat wohl mehr Chancen: Bürgermeister Rotering hat sich eingeschaltet.

Bönen – Die störungsgeplagte Helinet-Kundschaft in Nordbögge darf einige Hoffnung hegen, dass ihre Beschwerden über Leitungsausfälle an heißen Tagen bei dem Stadtwerke-Unternehmen nun Gehör finden, auch wenn der Verteilerkasten an der Hammer Straße abermals streikt, weil’s ihm zu heißt wird. Die wiederholten Klagen in der Hitzeperiode Mitte Juni haben auch Bürgermeister Stephan Rotering erreicht – und tätig werden lassen: Er hat sich mit einem Schreiben an den Helinet-Geschäftsführer Dr. Thomas Vollert diplomatisch zum Anwalt der Betroffenen gemacht.

BgB-Sprecher Lauer: Problem für Ältere

Das brachte eine Anfrage von Christian Lauer in der vergangenen Ratssitzung an den Tag. Der BgB-Sprecher verwies darauf, dass die Gemeinde den Glasfaserausbau in Regie des Eigenbetriebes BBB mit Bergkamen und Kamen „als Aufgabe der Daseinsvorsorge“ betreibt und fragte in der Konsequenz daraus, was die Verwaltung zur Lösung des Problems in Nordbögge unternehme. „Da geht es ja nicht nur um die Internetanschlüsse. Es sind ja auch die Telefonleitungen tot“, so Lauer. „Das ist ein großes Problem für ältere Menschen, die nicht unbedingt über ein Handy verfügen.“

Rotering teilte daraufhin mit, dass sich Bürger deswegen schon an ihn gewandt hätten und er mit dem Brief reagiert habe. „Ich habe darauf verwiesen, dass großer Unmut herrscht, eine angemessene Lösung her muss und um schriftliche Antwort gebeten“, berichtete der Verwaltungschef in der Sitzung. Das Schreiben stellte er den Fraktionen auf Bitte im Nachgang zur Verfügung.

„Viele überlegen, ihre Vertrage zu kündigen“

Darin erinnert der Rathauschef noch einmal an das Engagement der Bewohnerschaft für ein Interessenbekundungsverfahren, das Helinet die geforderte Anschlussquote von mindestens 40 Prozent gesichert habe. Nun häuften sich aber die Beschwerden, dass die vertraglich vereinbarte und bezahlte Leistung nur unzureichend erbracht werde. Mittlerweile würden „viele überlegen, ihre Verträge zu kündigen. Das kann sicher nicht in Ihrem Interesse sein.“

Der Bürgermeister geht daher davon aus, dass auch Geschäftsführer Vollert – der schon andere Schreiben dieser Art erhalten hat – die Situation gleichfalls als nicht akzeptabel ansieht „und dringend Abhilfe geschaffen werden muss.“

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