"Auf dem Holtfeld"

Behindertenwohnhaus in Bönen eröffnet im April

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Die Bauarbeiten am Wohnheim „Auf dem Holtfeld“ sollen Mitte April abgeschlossen sein.

Bönen – Die Bauarbeiten am Behindertenwohnheim an der Friedhofstraße 31a/Auf dem Holtfeld gehen in die letzte Runde. Das Wohnhaus „Auf dem Holtfeld“ ist so gut wie bezugsfertig – Mitte April können 24 Frauen und Männer mit Behinderung in den barrierefreien Neubau einziehen.

„Für Anfang März ist ein Kennenlern-Nachmittag geplant, bei dem die neuen Bewohner, deren Angehörige und gesetzlichen Betreuer das Haus anschauen und erste Kontakte knüpfen können“, berichtet Eckart Mank, der als Bereichsleiter für das neue Wohnhaus zuständig ist. 

„Ich freue mich sehr, dass die Pläne nun konkreter werden“, so Mank, der bisher in verschiedenen Bereichen der Eingliederungshilfe tätig war und seine Erfahrung nun für die „Lebensräume gestalten“ (Lege) gGmbH einsetzen wird.  „Wir suchen noch Mitarbeiter für die Dauer-Nachtwachen und vereinzelt auch für den Gruppendienst, ansonsten sind wir bereit.“ 

Um ein möglichst persönliches, individuelles und gut überschaubares Wohnumfeld zu schaffen, sind in jeder Etage des Neubaus zwei kleine Wohneinheiten für jeweils sechs Personen entstanden. 

Arbeit bei der Perthes-Stiftung in Unna und Kamen

Den vier Wohnbereichen steht jeweils ein Wohn-Esszimmer, eine Küche und ein Balkon oder eine Terrasse zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Einziehen werden erwachsene Frauen und Männer mit geistiger und mehrfacher Behinderung. 

Bewohner im erwerbsfähigen Alter haben die Möglichkeit, in den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) der Evangelischen Perthes-Stiftung in Unna und Kamen zu arbeiten. Alternativ steht den Menschen, die nicht in der WfbM arbeiten können oder sich bereits im Rentenalter befinden, das „Tagesstrukturierende Angebot“ der Einrichtung zur Verfügung. 

Auf dem Programm stehen dort auf den individuellen Bedarf der Bewohner zugeschnittene Angebote. Sie dienen zur Freizeitgestaltung, aber auch zur systematischen Förderung, Vorbereitung auf eine Werkstatttätigkeit oder zum Erhalten vorhandener Kompetenzen. Nach mehrfachen Verzögerungen des Baustarts unter anderem durch Einführung des neuen Pflegegesetzes begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände am Holtfeld schließlich im Herbst 2017. 

Gehweg wird saniert

Dellen im Gehsteig an der Friedhofstraße, in denen sich das Wasser sammelt, sollen vor Abschluss der Bauarbeiten vom Bauherrn noch beseitigt werden.

Bis zum Einzug müssen nun noch letzte Arbeiten erledigt werden. Dazu gehört auch die Instandsetzung des Gehweges an der Friedhofstraße auf Höhe der Baustelle. Anwohner hatten bemängelt, dass sich der Fußweg entlang der Baustelle abgesenkt hat und sich zahlreiche Bodendellen gebildet haben, die sich bei Regen in große Pfützen verwandeln. 

„Das macht es gerade für Menschen, die mit Rollator unterwegs sind, schwierig, hier entlang zu gehen“, erläuterte FDP-Ratsmitglied Ralf Dammrose im Gemeinderat, und regte an, dass die Verwaltung sich des Problems annehmen sollte. 

Fachbereichsleiter Robert Eisler kann bereits Vollzug melden. Wir hatten wegen der Mängel am Gehweg bereits mit dem Bauherrn Kontakt aufgenommen“, bestätigt er. Die Schäden würden bis zum Abschluss der Bauarbeiten beseitigt, habe der bereits der Gemeinde zugesagt. „Durch die zahlreichen schweren Baufahrzeuge, die hier abgestellt wurden, hat sich das Pflaster gesetzt“ , erläutert Eisler.

Voraussichtlich ab Mitte April können Passanten dann wieder gefahrlos den begradigten Bürgersteig benutzen, zumal sie nicht auf die andere Straßenseite ausweichen können, da entlang dem Friedhofsgelände kein Gehweg angelegt ist.

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