Becker Stahl Service

Stahlindustrie und Coronavirus: Unternehmen streicht jede zehnte Stelle - so viele Mitarbeiter verlieren ihren Job

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Bei Becker Stahl Service werden rund 50 Stellen gestrichen.

Die globale Coronakrise hat die Stahlindustrie schwer getroffen. Das hat auch Folgen für Becker Stahl Service in Bönen, die Firma muss etwa jede zehnte Stelle streichen.

  • Das Unternehmen Becker Stahl streicht etwa jede zehnte Stelle.
  • Auch Mitarbeiter des Standorts in Bönen sind betroffen. 
  • Die Firma leidet unter der Coronakrise.

Bönen - Klöckner & Co, die Muttergesellschaft von Becker Stahl Service, verkündete jüngst, mehr als 1200 der rund 8200 Arbeitsplätze in den verschiedenen zur Holding gehörenden Unternehmen abzubauen. „Die Krise ist eine enorme Chance, um bestimmte Themen schneller umzusetzen“, erklärte Vorstandschef Gisbert Rühl gegenüber dem Industriemagazin.

Bei Becker Stahl Service an der A2 sind etwa zehn Prozent der rund 500 Mitarbeiter von den Entlassungen betroffen. Der Vorgang schlage sich dabei auf alle Sparten des Unternehmens, das unter anderem als Zulieferer für die Automobilbranche tätig ist, nieder, teilteDr. Thilo Theilen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Becker-Gruppe, auf Nachfrage mit. Der Stellenabbau werde im zweiten Halbjahr initiiert. Die Entlassungen werden „so sozialverträglich wie möglich“ gestaltet, hieß es vonseiten Becker Stahl Service.

Digitalisierung vorantreiben

Auch in Bönen soll die „digitale Transformation“ beschleunigt werden. „Wir wollen unsere Wettbewerbsfähigkeit ausbauen, den Standort Bönen stärken und gestärkt aus der Krise hervorgehen“, steht in einer Pressemitteilung. Um für die Anforderungen der neuen digitalen Zeit gewappnet zu sein, biete das Unternehmen den Arbeitnehmern schon seit mehreren Jahren gezielte Schulungen an.

Absatz erholt sich wieder

Grundsätzlich ist sich die Geschäftsführung sicher, die vom Coronavirus ausgelösten Probleme zu überstehen. „Seit den unmittelbaren Auswirkungen des Lockdowns im April und Mai hat sich der Absatz bereits wieder deutlich erholt, liegt aber lange nicht auf dem Vorkrisen-Niveau“; sagte Dr. Thilo Theilen: „Jetzt ist es entscheidend, wie sich die Konjunktur insgesamt weiterentwickelt.“

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