BgB beantragt Wohnmobilstellplatz am Bönener Hallenbad

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Die BgB sieht die Fläche am Hallenbadparkplatz als idealen Standort für einen Wohnmobilstellplatz.

Bönen – Die Gemeinde ist zwar Teil der Route der Industriekultur und wird insbesondere von Radfahrern, die den Seseke- oder den Alleen-Radweg nutzten, gerne besucht, touristisch erschlossen ist sie aber überhaupt nicht. Bis auf einzelne Fremdenzimmer im Gasthof Timmering gibt es allerdings auch keinerlei Übernachtungsmöglichkeiten im Ort. Eine relativ leicht umsetzbare Möglichkeit, Bönen für Touristen interessanter zu machen, sieht die Bürgergemeinschaft Bönen (BgB) darin, einen Wohnmobilstellplatz einzurichten.

Die BgB greift damit eine Idee auf, die schon länger in der Gemeinde überlegt wird. Bislang galt dabei das Zechengelände als geeigneter Standort für einen Stellplatz. In einem Antrag an die Verwaltung und den Gemeinderat schlägt die BgB nun aber vor, einen möglichen Wohnstellplatz etwas mehr in Richtung Zentrum zu ziehen, genauer auf den Parkplatz des Bönener Hallenbades. 

„Der Standort auf dem Schwimmbadparkplatz ist für einen Basic-Platz ideal, das er sich mitten im Zentrum und damit in unmittelbarer Nähe der Einzelhandelsgeschäfte und der Gastronomie befindet“, begründet die Bürgergemeinschaft ihren Vorschlag. Laut Deutschem Tourismusverband ist ein Basic-Platz ein einfacher Übernachtungsplatz unweit von Fernstraßen, bei Gaststätten oder Freizeitanlagen, der nur wenig Ausstattung bietet. Zudem blieben die Wohnmobile am Schwimmbad in der Nähe des Förderturmes, der ja immer wieder Ort für Veranstaltungen ist und von interessierten Gästen besichtigt werden kann. 

Der Platz an der Wolfgang-Fräger-Straße sei leicht zu finden, ist an das Radwegenetz angeschlossen, und der Bahnhof lässt sich von dort aus leicht erreichen. „Ein weiterer, großer Vorteil ist die unmittelbare Nähe zum Schwimmbad. Viele der Wohnmobiltouristen werden die sanitären Einrichtungen und Angebote des Schwimmbades und der Sauna nutzen wollen“, vermuten die BgB-Mitglieder. 

Geringer Aufwand, wenig Kosten

Sie gehen davon aus, dass sich der Platz mit einem relativ geringen Aufwand einrichten ließe. „Die westliche Fläche neben dem Schwimmbadparkplatz könnte eingeebnet, geschottert und an den Rändern befestigt werden.“ Ein Schild soll die Fläche als Stellplatz ausweisen, weitere Schilder an den Ortseingängen den Reisenden den Weg weisen. Die Unterhaltungskosten zum Beispiel für die Müllentsorgung und die Ausbesserung von eventuellen Schlaglöchern schätzt die BGB niedrig ein. 

Fachbereichsleiter Robert Eisler von der Gemeindeverwaltung hält diese Anregung grundsätzlich für durchaus sinnvoll. Er kann sich ebenfalls vorstellen, dass Besucher des Stellplatzes an diesem Standort dann das Hallenbad und die Sauna mit ihren Duschen, Toiletten und der Gastronomie nutzen würden. „Ich denke aber, es reicht nicht, einfach einen geschotterten Platz auszuweisen. Eine gewisse Ausstattung sollte schon vorhanden sein“, sagt Eisler. Dazu gehören etwa Stromanschlüsse, Müllbehälter und Toiletten. Das empfiehlt zumindest der Deutsche Tourismusverband für einen Standard-Platz. 

Eislers Fachbereich hat sich bereits seit mehr als fünf Jahren mit dem Thema beschäftigt. „Passiert ist bislang nichts, weil nicht klar war, wie sich die Restfläche des Zechengeländes weiter entwickeln würde. Jetzt sind wir einen deutlichen Schritt weiter. Wenn der Haushalt für das kommende Jahr genehmigt wird, haben wir die Mittel, die Fläche zu überplanen“, so der Fachbereichsleiter. Gedacht ist, die Sportanlage mit vom Rehbusch auf das Zechengelände zu verlegen. „Wir müssen dann schauen, was noch möglich ist“, erklärt Robert Eisler. 

Hotelpläne liegen weiter auf Eis

Weiterhin auf Eis liegen die Pläne für ein Hotel in der Gemeinde. Das wünschen sich vor allem die großen Unternehmen im Industriegebiet, die immer wieder Übernachtungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner in der Nähe ihrer Betriebe suchen. Doch bisher hat sich dafür kein geeigneter Betreiber gefunden. „Die Wirtschaftsförderung bleibt aber dran“, weiß Robert Eisler. Er will die Hoffnung nicht aufgeben, dass eines Tages doch noch zumindest ein mittelklassiges Hotel in Bönen eröffnet. 

Zunächst beschäftigen sich nun aber die Mitglieder des Ausschusses Planen, Bauen und Umwelt der Gemeinde mit dem BgB-Antrag für einen Wohnmobilstellplatz. Der öffentliche Teil der Sitzung des Ausschusses am Donnerstag, 14. November, beginnt um 18 Uhr im Bönener Rathaus.

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Kommentare

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Kommentare

hansdampf
(0)(0)

Schöne Geschichte zum 1.April