Insgesamt 18.000 Mitarbeiter

Gea baut weltweit 800 Stellen ab 

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Ob auch der Standort Bönen vom Stellenabbau bei Gea betroffen ist, ist noch unklar.

Die Gea Group will bis Ende 2020 weltweit etwa 800 Vollzeitstellen abbauen. Das hat der Technologiekonzern in der vergangenen Woche bei seinem Kapitalmarkttag bekannt gegeben. Ob davon auch der Hauptsitz der Gea Farm Technologies in Bönen betroffen ist, will das Unternehmen derzeit aber nicht sagen.

Bönen/Düsseldorf – „Das steht im Detail noch nicht fest, dazu ist es auch noch viel zu früh“, erklärt Marc Pönitz von der Konzern- und Finanzkommunikation bei Gea. Bevor Mitarbeiter entlassen würden, gäbe es auf jeden Fall Gespräche mit den entsprechenden Bereichen und den Betriebsräten, den Arbeitnehmervertretungen vor Ort. 

Schon jetzt streicht der Konzern 220 Arbeitsplätze in der „Business Area Solutions“. In diesem Geschäftsbereich befasst sich die Aktiengesellschaft vor allem mit kundenspezifische Lösungen und Projekten. Diese Stellen sind in dem angekündigten Abbau bereits eingerechnet. „Es werden also noch etwa 600 weitere Stellen abgebaut“, gibt der Sprecher an. „Der Schwerpunkt wird aber nicht auf der Produktion liegen“, so Pönitz. „Und Bönen ist ganz klar ein Produktionsstandort.“

Neue Struktur ab 1. Januar

GEA will sich bis 2022 aber nicht nur von Mitarbeitern trennen, sondern zudem von einigen Geschäftsfeldern. „Ausgewählte Teile aus der Division Farm Technologies und Kühltechnik sollen verkauft werden, aber es geht nicht um ganze Divisionen“, sagt Pönitz. Auch davon sei weniger die Produktion als andere Bereiche betroffen, in denen Gea durchaus Schwächen habe. Mit der neuen Struktur will der MDAX notierte Konzern demnach am 1. Januar kommenden Jahres starten.

In der Gemeinde entwickelt und produziert die Gea Farm Technologies Systemlösungen zur Milchproduktion, wie etwa Melk-, Gülle- und Fütterungstechnik sowie Stalleinrichtungen. Rund 600 Mitarbeiter sind an der Siemensstraße im Industriegebiet Am Mersch beschäftigt. Weltweit zählt die Gea Group mehr als 18 000 Mitarbeiter.

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