Kontaktlos zahlen

Corona-Trend: Viele Bönener zahlen mit Karte oder Handy

Benedikt Kemmann vor dem Volksbank-Geldautomaten
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Benedikt Kemmann von der Volksbank Bönen bestätigt, dass viele Kunden auf kontaktloses Zahlen umgestiegen sind und die Geldautomaten weniger nutzen.

Bönen – Das Corona-Jahr 2020 hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Eine ist das veränderte Zahlungsverhalten der Menschen. Waren die Deutschen bisher im europäischen Vergleich eher zurückhaltend mit Kartenzahlung und Handyzahlung – vor allem bei kleineren Beträgen an der Ladentheke – hat die Pandemie das Verbraucherverhalten spürbar verändert. Auch vor Ort zahlen immer mehr Menschen kontaktlos, bestätigt die Volksbank Bönen.

Ein Brötchen beim Bäcker mit Karte zahlen? Was in Schweden schon seit Jahren Alltag und völlig normal ist, war hierzulande eher verpönt. Kartenzahlung im Supermarkt oder in der Boutique ja, aber für eine Dönertasche oder eine Flasche Cola? Da ging in der Regel Bargeld über den Tresen.

Dann kam Corona, und kontaktloses Zahlen rückte plötzlich in den Fokus, um Infektionen zu vermeiden. Dass die Akzeptanz von Girocard und Handy-Pay zugenommen hat, bestätigen die Banken am Ende des Corona-Jahres 2020. Demnach ist der Anteil kontaktloser Zahlungen von 2019 auf 2020 laut der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank bundesweit um etwa 20 Prozent gestiegen.

Während die Sparkasse Bergkamen-Bönen erst im Januar konkrete Zahlen liefern wird, stellt die Volksbank Bönen bereits jetzt Zahlen über das Zahlungsverhalten ihrer Kunden im Coronajahr 2020 zur Verfügung.

Dass in der Corona-Pandemie beim Einkauf weniger Bargeld über die Theke ging als üblich, zeigen deutlich die Bargeldabhebungen an den Geldautomaten der Bank in der Gemeinde. Die gingen laut Volksbanksprecher Benedikt Kemmann um 24 Prozent zurück. Das entspricht 51 666 weniger Transaktionen am Terminal als im Vorjahr. Die Bar-Auszahlungstransaktionen am Bankschalter gingen sogar um 30 Prozent zurück. Hier zählte das Geldinstitut 7735 Transaktionen weniger gegenüber dem Vorjahr.

Alternativ zum Bargeld nutzen viele Kunden laut Kemmann inzwischen Karte und Handy, um ihre täglichen Einkäufe zu bezahlen. Beim Einsatz der kleinen Plastikkarte wird sie entweder in das Lesegerät geschoben oder kontaktlos an das Lesegerät gehalten und die Daten werden übermittelt, wenn die Karte mit dem nötigen Chip ausgestattet ist. Das kontaktlose Zahlen ist mittlerweile auch mit dem Smartphone möglich – egal ob Android- oder Apple-basiert. Die Zahl der kontaktlosen Zahlungen ist mittlerweile im Monatsdurchschnitt mit 32 200 Zahlungen mehr als doppelt so hoch wie die kontaktbehafteten mit 14 000 Zahlungen.

Mit Girocard und Kreditkarte ist kontaktloses Bezahlen an der Kasse bis zu 50 Euro ohne PIN-Eingabe möglich. Das geht also schnell und bequem. Im Durchschnitt bezahlen die Bönener 36 Euro bei einer kontaktlosen Zahlung.

Kontaktlos zahlen mit dem Smartphone – diese Möglichkeit nutzen in der Pandemie immer mehr Bönener.

Handyzahlungen sind auch mit dem Smartphone für Android- und Apple-Nutzer bis zu einem Betrag von 50 Euro ohne PIN möglich. Damit nicht Fremde auf das Handy als Zahlungsquelle zugreifen können, erfolgt die Autorisierung anhand biometrischer Merkmale wie zum Beispiel dem Fingerabdruck.

Nicht nur beim Zahlen im Laden nutzen immer mehr Bönener Karte und Handy. Auch Rechnungen werden immer seltener per Überweisungsformular direkt am Bankschalter beglichen. Über das Online-Banking lassen sich bequem und kontaktfrei von zu Hause aus alle Transaktionen und Daueraufträge erledigen. Dies ist auch über die bankeigene App möglich, die bereits ein Drittel der Online-Banking-Kunden nutzt, rund acht Prozent mehr als noch im Vorjahr. Laut Kemmann verzeichnet das Bönener Geldinstitut im aktuellen Jahr über 30 Prozent mehr Zugriffe auf die BankingApp.

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