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B63n-Diskussion: Ausbau von A2-Anschluss wieder Thema

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Der Autobahnanschluss Bönen muss erhebliche Verkehrsmengen schlucken. Mit den Plänen für Anbindung der B 63n kommt die Forderung nach Entlastung wieder auf.
Der Autobahnanschluss Bönen muss erhebliche Verkehrsmengen schlucken. Mit den Plänen für Anbindung der B63n kommt die Forderung nach Entlastung wieder auf. © © Andreas Rother

Bekommt der Inlogparc an der Autobahn A2 eine eigene Anschlussstelle? Die Diskussion über den Bau der B63n gibt dieser Diskussion neue Nahrung.

Bönen/Pelkum – Der Bau der B63n zwischen der Hafenstraße in Hamm und dem A2-Anschluss in Bönen (Pelkumer Straße) ist eines der beherrschenden Themen in Bönen. Das Verkehrsgutachten geht von 17100 Fahrzeugen am Tag aus, die ab 2039 über die B63n fahren werden. Das nährt alle Befürchtungen in Nordbögge, liefert der Gemeinde aber die erhofften Werkzeuge beim Bohren eines anderen dicken Brettes: der Umbau des Autobahnanschlusses als Hauptpforte all der Fahrzeugkolonnen, speziell des Schwerlastverkehres.

Über eine „Ertüchtigung“ der Anschlussstelle Bönen/Pelkum wollen Hamm, Straßen.NRW und Bönen schon bald ein erstes Gespräch mit der Autobahn GmbH Westfalen führen. Dass die drei sich zu einem formalen Antrag an die Bundesgesellschaft verabredet haben, schickten Hamms Oberbürgermeister Marc Herter und sein Stadtbaurat Andreas Mentz bei der Präsentation erster Bausteine für das Langzeitprojekt am Montag in der Bürgerhalle voraus.

Der Vorstoß ist auf Verwaltungsebene abgestimmt und von der Politik mehrheitlich mitgetragen, wie Bönens Fachbereichsleiter Robert Eisler bestätigte: „Straßen.NRW hat da schon Kontakt aufgenommen. Ich denke, dass wir uns demnächst zusammensetzen können.“ Ohne die Zahlen und Szenarien aus der Hammer Expertise für den Umbau fände Bönen mit seinen Interessen an einer Entlastung des Anschlusses wie der Achsen zum Gewerbegebiet kaum Gehör.

Lkw von den Hauptstraßen fernhalten

Damit verbindet sich aufs Neue die Frage, ob für den Inlogparc eine direkte Anbindung an die A2 geschaffen werden kann, um die Lkw von den Hauptstraßen fernzuhalten. „Die Zahlen belegen, dass auch ohne Bau der B63n der Verkehr so stark zunehmen wird, dass etwas getan werden muss“, sagte Eisler weiter. Durch den Rückstau auf der Autobahn – zu Stoßzeiten Richtung Hannover über den davorliegenden Parkplatz Kolberg – müsste auch die Autobahn GmbH ein Interesse haben. Die Möglichkeit, den Verkehrsfluss mit der Ampelschaltung zu verbessern, sei ausgereizt.

So gerät ein Umbau zur Option. In dem Wissen, dass an eine weitere Abfahrt in nächster Nähe nicht zu denken ist, favorisiert die Gemeinde eine „Erweiterung“ der Anschlussstelle im Norden des Inlogparcs. Neben dem Lidl-Lager böte sich parallel der A 2 und der nördlichen Abfahrt eine Zugangsmöglichkeit.

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