Geschichten aus der „Ritze“

Autorin Anna Basener liest in Bönen aus ihrem Roman „Die juten Sitten“

Esther Hahm von der VHS Kamen-Bönen und Caroline Kirchner aus dem Kulturbüro der Gemeinde Bönen laden zur Lesung ein.
+
„Die juten Sitten“ haben es Esther Hahm (links, VHS) und Caroline Kirchner (Kulturbüro der Gemeinde Bönen) angetan. Autorin Anna Basener wird im November aus den Werken lesen.

Willkommen in der „Ritze“, dem verruchtesten Bordell Berlins! Denn dorthin entführt Anna Basener ihre Leser in ihren beiden Romanen mit dem Titel „Die juten Sitten“ – und auch ihre Zuhörer. Denn die Autorin liest am 13. November in der Gaststätte Böinghoff in Flierich aus ihrem Buch, das ein pralles Bild der wilden Zwanziger zeichnet.

Musikalisch wird die Lesung durch den Saxofonisten Lars Wockenfuß begleitet, Stärkung verspricht ein „Ruhrpott-Carpaccio“ – besser bekannt als Manta-Platte. Bönen serviert also, einen literarisch-musikalisch-kulinarischen Leckerbissen.

Berlin 1927: Die achtjährige Hedi wächst im berüchtigten Bordell „Ritze“ auf. Ihre Großmutter Minna, die das zwielichtige Etablissement betreibt, die strenge Domina Natalia und die bildschöne Hure Colette sind die einzige Familie, die Hedi je kennenlernt. Von ihnen lernt sie alles, was sie fürs Leben braucht.

Drei Jahrzehnte später ist Hedi eine gefeierte Hollywood-Diva und eine zum Tode verurteilte Mörderin. Kurz vor ihrer Hinrichtung erzählt sie einem Journalisten der New York Times die ganze ungeschminkte Wahrheit über ihr Leben. Eine Wahrheit, die sie unsterblich machen wird ...

Die Prostituierten kommen zu Wort

„Die juten Sitten“ entführen in eine Welt, die schockiert, mitreißt und erregt. „In unserer Vorstellung sind die Zwanzigerjahre fast nichts als Nachtleben – aber wem gehört die Nacht? Es wird Zeit, sie denen zu schenken, die sonst kaum zu Wort kommen: den Prostituierten“, heißt es im Klappentext.

Autorin Anna Basener hat eine erstaunliche literarische Karriere hingelegt. Sie finanzierte sich ihr Studium in Hildesheim als „erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin“, schreibt die Zeit. Schon ihr Debütroman „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ wurde 2018 mit dem Putlitzer Preis für den amüsantesten, deutschsprachigen Roman ausgezeichnet und hatte 2019 als musikalische Komödie Premiere am Schauspiel Dortmund.

Adolf Winkelmann hat sich die Filmrechte an der kettenrauchenden Ruhrpottikone und ihren Huren gesichert und arbeitet aktuell an der Verfilmung.

Anna Baseners Hörspiele „Die juten Sitten – Goldene Zwanziger. Dreckige Wahrheiten.“ und „Die juten Sitten – Kaiserwetter in der Gosse“ schossen beide über Nacht auf Platz 1 der Bestsellerliste und sind auch als Buch erhältlich.

Der Eintritt kostet 18 Euro. Im Preis enthalten sind ein Ruhrpott-Carpaccio (Currywurst und Pommes) oder eine vegetarische Alternative. Einlass ist ab 18.30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Die obligatorische Anmeldung und Bezahlung des Eintritts erfolgt über das Online-Anmeldesystem der VHS. Weitere Informationen über das Kulturbüro der Gemeinde Bönen unter Telefon 933-253 und die VHS in Bönen unter Telefon 913-513.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare