„Außergewöhnliches geleistet“

Bürgermeister bedankt sich bei der Feuerwehr für Unwettereinsatz im Juli

Feuerwehrfahrzeug am Regenrückhaltebecken
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Die ganze Nacht durch waren die Bönener Feuerwehrleute bei dem Starkregenereignis Mitte Juli im Einsatz, pumpten zahllose Keller leer und Wasser ins Regenrückhaltebecken (Foto).

Sie haben Außergewöhnliches geleistet während des Hochwassers Mitte Juli - die ehrenamtlichen Retter der Freiwilligen Feuerwehr Bönen. Dafür wollte jetzt auch Bürgermeister Stephan Rotering Vertretern der Wehr Dank aussprechen und lud sie ins Rathaus ein. Bei der Gelegenheit war auch Thema, wie sich die Gemeinde künftig auf Hochwasserereignisse vorbereiten kann.

Bönen – Worte des Dankes und der Anerkennung für die Arbeit der Feuerwehr während des Unwetters Mitte Juli und der folgenden Überschwemmungen fand Bürgermeister Stephan Rotering, der die Spitzen der Bönener Feuerwehr jetzt im Rathaus empfing. „Geben Sie den Dank, den ich heute stellvertretend an Sie richte, auch an alle Angehörigen der Feuerwehr Bönen weiter. Sie alle haben für Bönen und darüber hinaus Außergewöhnliches geleistet“, sagte Rotering. „Besonders lobenswert ist die sehr hohe Motivation der Einsatzkräfte im langen Einsatzverlauf, die zu keinem Zeitpunkt verloren ging“, fügte der Bürgermeister hinzu. Im Anschluss an die Dankesworte fanden auch erste Gespräche zur Verbesserung der Lage in Bezug auf Hochwasserereignisse in Bönen statt.

Zur Besprechung der Hochwasserereignisse im Juli trafen sich jetzt (von links) Zugführer Matthias Zumdick, Fachbereichsleiter Robert Eisler, der stellvertretende Feuerwehrleiter Hartwig Hoffmeier, Bürgermeister Stephan Rotering, Wehrleiter Stefan Eickelberg und der stellvertretende Zugführer Tobias Jung.

Zuvor hatte es Hartwig Hoffmeier, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bönen, auf den Punkt gebracht: „Unsere Einsatzkräfte sind einfach beispielhaft für das Engagement für unsere Gemeinde.“ Hoffmeier skizzierte auch die Eckdaten des Einsatzes, der mit recht normalen Feuerwehreinsätzen am 14. Juli nach dem Starkregenereignis in Bönen begonnen hatte.

Zu diesem Zeitpunkt ahnten die Einsatzkräfte noch nicht, was noch alles auf sie zukommen würde. „Nachdem wir bereits rund 80 Einsatzstellen in Bönen in mehreren Stunden abgearbeitet hatten, kam der Hilferuf aus Bergkamen, die dortige Feuerwehr zu unterstützen, da es die Stadt noch schlimmer getroffen hatte als uns in Bönen“, fasste Hoffmeier zusammen. Auf die Anfrage, wer bereit ist, noch mit zum Einsatz in die Nachbarstadt zu fahren, sei ein ausnahmsloses „Ja“ von allen Einsatzkräften gekommen.

Neben Bönen auch noch Einsätze in Bergkamen und Eschweiler

So machten sich Teile der Feuerwehr Bönen auf den Weg nach Bergkamen, um dort mit anderen Feuerwehren aus dem Kreis Unna und der Stadt Hamm mit anzufassen, wo sie gebraucht wurden. „Gleichzeitig lief die Arbeit aber auch in Bönen noch weiter“, fügte Feuerwehrleiter Stefan Eickelberg hinzu. Am Freitagnachmittag folgte ein weiterer Hilferuf aus Bergkamen und zudem wurden Kräfte aus Bönen nach Eschweiler in die Städteregion Aachen gerufen. Die dortige Einsatzleitung hatte um landesweite Hilfe gebeten.

„Wir arbeiten mit einem Fahrzeug im Verband 5 der Bezirksregierung mit. Der Rüstwagen musste also dorthin ausrücken“, erklärte Eickelberg. Dieser Einsatz dauerte bis in die Abendstunden des Samstags. Im Verband 5 arbeiten die Kreise Unna und Soest mit der kreisfeien Stadt Hamm zusammen und stellen gemeinsam ein Kontingent an Hilfskräften und Fahrzeugen für die überörtliche Hilfe, die vom Regierungsbezirk Arnsberg vorgehalten wird. „Wenn alle etwas geben, kommt am Ende etwas Großes zusammen. So ist die überörtliche Hilfe aufgestellt“, fasste Eickelberg zusammen. Das System sei so aufgestellt, dass auch immer noch genügend Kräfte vor Ort zur Verfügung stehen.

Gemeinsam mit der Feuerwehr will die Gemeinde Bönen nun ein Konzept erstellen, wie in Zukunft bei ähnlichen Ereignissen verfahren wird. „Wir wollen Schwachpunkte in Bönen finden und gleichzeitig Möglichkeiten suchen, uns hier zu verbessern“, so Rotering. Allen Beteiligten war aber auch klar, dass es einen hundertprozentigen Schutz nie geben kann. Über Details der Gespräche wird der WA noch berichten. Auch im Gemeinderat soll das Thema besprochen werden.

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