Großes Bürgerinteresse

Ausschuss trifft keine Entscheidung zu Radfahrstreifen auf dem Bockeldamm

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Über das Thema Radverkehr in Bönen dürfte weiter diskutiert werden.

Bönen - Volles Haus im Ratsaal: Die Diskussion um den von den Grünen beantragten Schutzstreifen für Radfahrer auf dem Bockeldamm stieß am Donnerstagabend auf großes Interesse. Eine Abstimmung zu dem Thema gab es aber nicht. 

Es war ein ungewohntes Bild, dass sich den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses gestern Abend im Ratsaal bot: Wo sich sonst nur einsame Zuhörer in die aufgestellten Stuhlreihen verirrten, waren diesmal sämtliche Plätze besetzt. 

Der Großteil der Zuhörer war nur wegen eines Themas gekommen: der von den Grünen beantragte Schutzstreifen für Radfahrer auf dem Bockeldamm

Eine Abstimmung über den Antrag gab es am Ende nicht, stattdessen wurde er zurück an den Planungsausschuss verwiesen. 

Friedhelm Lange, Fraktionsvorsitzender der Grünen, gab zu, in einer für ihn ungewohnten Lage zu sein, schlug seiner Fraktion doch jetzt der Protest der Bürger entgegen. „Wir sind dialogbereit“, sagte Lange. 

Er erkannte an, dass zwei verschiedene Erfahrungen aufeinandertreffen: Der Schutz der Radfahrer und die Sorge der Anwohner um die Parkmöglichkeiten, die bei der Errichtung eines Schutzstreifens wegfallen würden. 

Hausbesuche der CDU

Der Protest gegen den Antrag wurde angeführt von der CDU, die in den letzten Tagen in den sozialen Netzwerken massiv Stimmung dagegen gemacht hatte. Am Bockeldamm hatten die Christdemokraten sogar Hausbesuche durchgeführt. Dies wiederum kritisierte Gerrit Heil, der für die Grünen den Antrag formuliert hatte: „Die CDU heischt um Aufmerksamkeit.“  Er räumte aber auch ein, dass sein Antrag in dieser Form nicht mehr sinnvoll sei. 

Die Grünen regten an, eine erneute Zählung der auf dem Bockeldamm fahrenden Radfahrer durchzuführen und brachten auch noch einmal eine Tempobeschränkung auf 30 km/h ins Spiel. 

Radverkehr in Bönen bleibt Thema

Detlef Pilz, Fraktionschef der CDU, verteidigte das Vorgehen seiner Partei: „Es geht uns um die Parkplätze. Wir haben hier eine erhebliche Problematik gesehen.“ Diese sahen auch die Anwohner, die ebenfalls das Wort ergreifen durften und unter anderem kritisierten, zuvor nicht gefragt worden zu sein. 

Dies dürfte sich nun ändern. Nicht nur die Situation am Bockeldamm, sondern auch der Radverkehr insgesamt dürfte Thema bleiben, wie Ute Brüggenhorst (SPD) zusammenfasste: „Wir sollten uns grundsätzlich Gedanken machen, wie wir mehr Menschen aufs Rad bekommen.

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