Mitarbeiter sollen übernommen werden

Aus Milkner wird Sauer: Edeka-Markt wechselt Besitzer

Der Supermarkt in der Gemeindemitte bietet auf 1600 Quadratmetern reichlich Platz für ein großes Sortiment. Maximilian Sauer will dort künftig vor allem ein Augenmerk auf regionale Produkte legen.
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Der Edeka-Supermarkt in der Gemeindemitte bietet auf 1600 Quadratmetern reichlich Platz für ein großes Sortiment. Maximilian Sauer will dort künftig vor allem ein Augenmerk auf regionale Produkte legen.

Edeka Milkner wechselt den Besitzer. Ab dem 1. März wird neben dem Logo des Einzelhandelsriesen der Name Sauer stehen. Die Westönner Familie übernimmt den 1600 Quadratmeter großen Lebensmittelmarkt an der Bönener Bahnhofstraße neben dem Gemeindeteich. Mit dem Markt in Welver wird Bönen die größte Fläche, die Sauer zukünftig bedient.

Bönen – „Ich hatte mit Edeka selbst sowie mit Herrn Milkner direkt Kontakt“, erzählt Maximilian Sauer, wie er zur neuen Filiale kam. „Wir suchten einen neuen Standort, das wusste Edeka und vermittelte den Kontakt.“ Matthias Milkner wollte den Markt aus gesundheitlichen Gründen abgeben, konzentriert sich ausschließlich auf seinen Edeka-Markt in Ahlen.

Der 32-jährige Sauer verkörpert bereits die sechste Generation des Werler Unternehmens. 1852 begann die Familie mit einem kleinen Kolonialwarenladen an der Breiten Straße in Westönnen. „Wir werden dieses Jahr die 100 Jahre Edeka-Zugehörigkeit feiern“, erklärt der staatlich geprüfter Handelsbetriebswirt. „Ich führe die Geschäfte aber nicht alleine“, interpretiert der Geschäftsführer seine Arbeitsbeschreibung als Teamwork mit Claus Bachmann, einem zusätzlichen Geschäftsleiter und einem Assistenten der Geschäftsführung. „Wir können unseren Mitarbeitern tagtäglich Ansprechpartner zur Verfügung stellen“, sagt Sauer, „das ist heutzutage ganz, ganz wichtig.“ Ansonsten würde es zuviel mit mehreren Filialen. „Mein Vater Franz Sauer ist auch noch in der GmbH und berät hin und wieder.“

Angebot für die bisherigen Mitarbeiter

Den zusätzlich geplanten Markt in Büderich im Westen von Werl, Ecke B1/Kuhweg, hat die Familie noch nicht ad acta gelegt. „Da muss aber erst einmal der Edeka-Großhandel und die lokale Politik entscheiden. Ich sag mal, Edeka Sauer steht parat. Wenn das irgendwann mal etwas wird, machen wir auch diesen Standort. Er ist fast neben unserem Markt an der Unnaer Straße“, sagt der Kaufmann. Der soll in Kürze umgebaut, vergrößert und weiter betrieben werden.

Maximilian Sauer führt die Kaufmannstradition der Familie Sauer in sechster Generation fort.

Insgesamt arbeiten 114 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit für Sauer, darunter 13 Auszubildende für die Familie. Die Bönener Mitarbeiter würden übernommen. In einem Schreiben zum Geschäftsübergang hätten alle ein entsprechendes Angebot bekommen, auch Marktleiterin Ursula Finsterwalder. „Die Antworten werde ich diese Woche einsammeln“, sagt Sauer, der derzeit häufig in Bönen ist: „Der 1. März ist ja bald.“ In jedem Fall könnten sich die Bönener Mitarbeiter auf das Prinzip „Fordern und Fördern“ einstellen. „Wir legen Wert auf Seminare und ein Feedback.“

Umbau im Sommer geplant

Zunächst wird der erst vor zwei Jahren mit hohem finanziellen Aufwand umgebaute Markt in Bönen bleiben, wie er ist. „Im Juni, Juli werden wir dann umbauen“, sagt Maximilian Sauer. „Es geht wohl in die Millionen. Genaues kann ich noch nicht sagen. Ich lerne den Markt ja erst kennen, und wenn man drinsteht, bekommt man auch neue Ideen.“

Viel Wert legt Sauer auf Regionalität der Produkte. „In Werl und Welver haben wir über 30 regionale Lieferanten“, erzählt Sauer. Die Entfernungen seien auch nach Bönen nicht groß. Zumal Erdbeeren und Spargel von Schulte aus Westhemmerde und die Hellweger Frischmilch aus Holtum kämen. „In der Region habe ich auch schon geguckt und hoffe auf neue Lieferanten.“

Regionalität betonen

Regionalität soll auch ein Fokus des Umbaus sein. „Diese Pordukte sollen schon zu sehen sein. Ansonsten wird der Look überarbeitet“, erklärt Maximilian Sauer. Andererseits will der Unternehmer in umweltfreundlichere und sparsamere Kühltechnik auf Kohlendioxidbasis investieren.

„Ich werde am Anfang öfter in Bönen sein“, sagt Sauer. „Man soll ein Gesicht mit dem Markt verbinden können. Andererseits versuchen wir, uns auch immer mit dem Ort zu identifizieren. Aber ich bin ehrlich. Wir haben jetzt vier Märkte, da werde ich nicht täglich in Bönen sein können.“

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