Aufdringliche RWE-Mitarbeiter in Bönen unterwegs

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Bei Geschäften an der Haustür sollten ältere Menschen vorsichtig sein.

BÖNEN - In Bönen sind zur Zeit „Drücker“ im Auftrag des Konzerns RWE unterwegs. Sie wollen den Bürgern an der Haustür einen Wechsel des Stromlieferanten schmackhaft machen.

Das stößt nicht nur den Verantwortlichen der Gemeinschaftsstadtwerke als Haupt-Energielieferant in Bönen sauer auf. Das Verhalten dieser Mitarbeiter hat auch ältere Bürger verschreckt. Die hatten sich bei SPD-Ratsfrau Sabine Lutz-Kunz darüber beschwert, dass der junge Mann und die junge Frau, die im Auftrag von RWE an ihrer Haustür geklingelt hatten, sehr aufdringlich gewesen seien. Die beiden hätten mit aller Macht in die Wohnung gedrängt. Das hätten die älteren Leute nur mit Mühe abwehren können.

Dass diese Darstellung wohl den Tatsachen entsprach, erfuhr die stellvertretende Bürgermeisterin wenige Tage später am eigenen Leib. Das „forsche“ Paar stand auch vor ihrer Tür, um ihr eine Beratung und einen neuen Tarif anzubieten. „Als ich das abgelehnt hatte, wurden die pampig“, berichtet Sabine Lutz-Kunz. „Ich musste mich energisch in den Weg stellen, damit ich die beiden nicht im Haus stehen hatte.“

Dass das Duo im Auftrag von RWE unterwegs gewesen sei, habe sie nur an dem Aufdruck erkannt, der auf dem Anmeldebogen stand. „Wer weniger wehrhaft ist als ich, hat die Leute ruckzuck im Wohnzimmer stehen“, meint sie.

Die RWE-Vertriebsabteilung betont, dass sie sich ein derartiges Verhalten ihrer Mitarbeiter nicht vorstellen könne. Aber der Beschwerde werde nachgegangen. „Die Mitarbeiter werden ausgiebig geschult. Außerdem müssen sie sich ausweisen und sind meistens mit RWE-Jacken unterwegs“, betonte Sprecher Mario Leikop. Es sei natürlich nicht auszuschließen, dass mal einer über das Ziel hinausschieße. „Wir machen diesen Haustürverkauf seit Jahren, die Beschwerden liegen unter ein Prozent“ so Leikop.

Außerdem dem würden die Kunden, die einen neuen Stromvertrag unterschrieben hätten, wenige Tage später noch einmal angerufen. „Da werden sie noch einmal genau über das Widerrufsrecht informiert und gefragt, ob sie den unterschriebenen Vertrag wirklich aufrechterhalten wollen“, behauptet Leikop. - li

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