Corona sorgt für mehr Online-Banking

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Auch in der Bönener Sparkassenfiliale gelten Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Bönen – Nur mit Masken dürfen die Kunden und Mitarbeiter die Bönener Volksbank und Sparkasse betreten. Es ist eine von vielen Sicherheitsvorkehrungen, die die Geldinstitute zur Eindämmung des Corona-Virus unternehmen. Grundsätzlich läuft der Betrieb aber normal weiter, auch wenn es Verschiebungen hin zum Online-Banking und immens viele Anfragen von Firmenkunden gibt.

Schon kurze Zeit, nachdem die Schutzmaskenpflicht verkündet wurde, tauchten in den Whatsapp-Gruppen humoristische Bilder und Sprüche auf. Besonders, dass nun verhüllte Menschen die Banken aufsuchten und auch das Schalterpersonal nun große Teile des Gesichts verdeckt hat, inspirierte die kreativen Köpfe. Frei nach dem Motto: Ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit Maske eine Bank betrete...

Keine Kurzarbeit, wenig Homeoffice

Die Sparkassen und Volksbanken haben sich den veränderten Gegebenheiten seit Beginn der Corona-Krise angepasst, einige Verschiebungen in den Arbeitsabläufen und Kundenwünschen bemerkt, halten ansonsten aber ihren normalen Service aufrecht. Wegen Corona hat weiter nur die Sparkassen-Filiale in Rünthe geschlossen, Kurzarbeit wurde in der heimischen Region bisher nicht angemeldet, Homeoffice wird von den Mitarbeiter im Service kaum genutzt, davon ist eher die Belegschaft im Hintergrund wie das Controlling oder die EDV betroffen.

Die Privatkunden, die sich nahezu durchgehend an die Maskenpflicht halten, teilweise schon in den Wochen zuvor vermehrt mit Mund- und Nasenschutz das Gebäude betraten, kommen weniger in die Bank, wünschen sich dafür vermehrt Online-Banking. Im Gegenzug ist der Bedarf der Firmenkunden wegen der finanziellen Auswirkungen der vorübergehend angeordneten Schließungen rasant gestiegen.

Einen deutlichen Anstieg von Anfragen der Firmenkunden hat Sparkassen-Sprecher Michael Krause verzeichnet.

Firmenkunden haben viele Fragen zu den Corona-Hilfen

„Wir haben viele Anfragen zu den Förderprogrammen“, sagt Michael Krause, der Sprecher der Sparkasse Bergkamen-Bönen, und spricht von einem erheblichen Anstieg. Die Geschäftsinhaber und Unternehmer wollen alles rund um die Corona-Hilfe und Krediten wissen. „Wir verwenden viel Energie darauf, schnell zu helfen“, berichtet Volksbank-Vorstand Oliver Drave und verweist darauf, dass es darum gehe, unbürokratisch und flexibel Hilfe zu leisten. Seiner Meinung nach gelinge dies seinem Institut.

Große Nachfrage nach Online-Banking

Privatkunden wurden laut Drave mit Beginn der Corona-Krise „bewusst auf Online-Banking“ als Alternative angesprochen. „Das ist momentan der richtige Weg“, erklärt er im Hinblick auf die Reduzierung von Kontakten. „Das hat Schwung gekriegt, auf jeden Fall“, sagt auch Krause, dessen Arbeitgeber zudem beispielsweise die Betragsgrenze für das kontaktlose Bezahlen von 25 auf 50 Euro erhöht hat. Viele Kunden – auch jüngere – hätten auch frühzeitig von sich aus nach der Internetlösung gefragt. Bis dahin habe es bei vielen noch einen Hemmschuh gegeben, so Krause. Die Banken haben ihren Service online nach eigenen Angaben dementsprechend ausgebaut. Weniger los sei in den Filialen, in denen längst Dinge wie Desinfektionsmittel parat stehen und Spuckschutze aufgebaut wurden.

Fast alles mit dem Telefon

Während der Pandemie wird das Telefon zur wichtigsten Kommunikationstechnik. „Wir versuchen, alles per Telefon zu klären“, sagt Krause von der Sparkasse. Diese hat die Kapazitäten in den Kundenservicecentern ausgebaut. Vor allem Beratungsgespräche könnten so ausgelagert werden, um kontaktloser zu arbeiten, meinen beide Bankvertreter „Nach Absprache machen wir aber auch Termine aus“, versichert Drave von der Volksbank. Manches könne vor Ort besser dargestellt werden.

Persönlicher Kontakt ist auch intern geringer

Geändert hat sich die Arbeitsweise der Banker: „Telefonkonferenzen, auch mit den Verbundpartnern, sind fast normal geworden“, sagt Krause. Auch untereinander sollen die Mitarbeiter wenn möglich nur telefonieren. „Der persönliche Kontakt ist weniger geworden“, so der Sprecher. Die Sparkassen hatten im März einen Krisenstab eingerichtet, der weiterhin morgens regelmäßig konferiert.

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