Ampeldefekt an der Bahnhofstraße bedeutet Gefahr für ältere Fußgänger

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Die defekte Ampel mit ihrem Dauerblinklicht bereitet der Politik Sorgen. 

BÖNEN Mal blinkt sie, mal blinkt sie nicht. Mal funktioniert sie richtig, mal reagiert sie gar nicht auf Tastendruck: die Fußgängerampel vor der St. Bonifatius-Kirche an der Bahnhofstraße in Altenbögge. Die ist schon seit Monaten defekt.

Allerdings ist immer noch nicht geklärt, wer im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht für die Reparatur oder Ersatz zuständig ist – Straßen.NRW als Alt-Eigentümmer der früheren Landstraße oder die Gemeinde, in deren Hoheit die Bahnhofstraße mit der Umstufung zu Jahresbeginn kam. 

„Das betrifft aber noch nicht die technischen Anlagen“, erläuterten Fachbereichsleiter Robert Eisler und sein Stellvertreter Stephan Stein, als das Problem in den jüngsten Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses und des Gemeinderates auf den Tisch kam. 

Die CDU-Fraktion im Rat hatte die defekte Ampel schon im Februar zum Anlass genommen, einen Zebrastreifen zu fordern. „Die Ampelanlage ist nach unseren Informationen nicht mehr zu reparieren. An dieser Stelle ist eine Querungshilfe aber unbedingt erforderlich“, verweist Fraktionschef Detlef Pilz in dem Antrag an den Gemeinderat auf die benachbarte Seniorenwohnanlage, den Supermarkt, die Kirchgänger und die fußläufige Verbindung zwischen den Wohnquartieren Holtfeld und Hellweg. Die CDU schlug deshalb vor, die Ampelanlage abzubauen und einen Zebrastreifen aufzubringen. „Eine neue Ampelanlage würde Kosten von rund 50 000 Euro verursachen“, vermutet die CDU. 

Warten auf Antwort von Strassen NRW

SPD-Fraktionschef Dirk Lampersbach hat den Defekt ebenfalls wiederholt angeprangert. Als Vorsitzender der angrenzenden Siedlergemeinschaft Wenzfeld hat er die Situation dort fast täglich vor Augen. „Das gelbe Blinklicht sorgt für Unsicherheit. Vor allem ältere Leute haben oft Angst, die Fahrbahn zu überqueren, zumal dort ja auch noch Autos aus dem Holtfeld in die Bahnhofstraße einbiegen“, so Lampersbach. „Der Zustand ist unhaltbar. Da muss endlich etwas passieren. Da können wir nicht warten, bis die Bahnhofstraße in dem Bereich umgestaltet wird“, fordert er die Verantwortlichen im Rathaus auf, sich schnell um das Problem zu kümmern.

„Haben wir ja“, betonte Stephan Stein in der Ratssitzung. Die technischen Anlagen wie die Fußgängerampeln auf der Bahnhofstraße seien nicht mit in dem Umwandlungsvertrag aufgenommen worden, weil die noch gesondert überprüft werden müssten. Defekte an den Ampeln seien jedenfalls nicht durch die Ablösesumme von 2,9 Millionen Euro für die Sanierung der Straße enthalten, ließ er den Rat wissen.

„Wir haben die zuständige Stelle bei Straßen NRW schon vor Wochen aufgefordert, die Angelegenheit endlich zu erledigen, aber bisher noch keine Antwort bekommen“, betonte Fachbereichsleiter Robert Eisler gestern erneut. Er warte auf eine Reaktion von StraßenNRW. Beim Landesstraßenbauamt war gestern laut Auskunft der Pressestelle allerdings kein zuständiger Mitarbeiter zu erreichen. 

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