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Alte Mühle: Eröffnungstermin steht - Sanierung teurer als geplant

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Von: Sabine Pinger

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Alte Mühle VHS Bönen
VHS-Mitarbeiter Esther Hahm freut sich darauf, endlich wieder Gäste bei Veranstaltungen in der Alten Mühle zu begrüßen. Los geht es mit einem Vortrag, einer Ausstellung und einer Lesung. © Pinger Sabine

Drei Jahre hat die Sanierung der Alten Mühle gedauert, in knapp einem Monat wird die Wiedereröffnung mit einem Programm groß gefeiert.

Bönen – Endlich können die Korken knallen. Fast drei Jahre hat die Sanierung der Alten Mühle gedauert. Immer wieder haben sich die Arbeiten verzögert, kamen neue „Baustellen“ hinzu. Und natürlich wird das Ganze deutlich teurer.

Ursprünglich waren einmal knapp 250 000 Euro veranschlagt worden. Wie hoch die Endabrechnung ausfällt, wollte die Gemeinde auf Anfrage nicht mitteilen. Im Rechnungsprüfungsausschuss am 22. September soll ein Bericht vorgelegt werden. „Allerdings steht fest, dass der Sanierungsaufwand aufgrund unterschiedlicher Aspekte um ein Vielfaches höher war, als ursprünglich geschätzt“, teilte Fachbereichsleiter Robert Eisler mit. Immerhin hat das Land die Renovierung aber mit fast 200 000 Euro unterstützt – aus dem Fördertopf für das Programm „Heimatzeugnis“.

Auch das Gemeindearchiv zieht um

Die Wiedereröffnung des Wahrzeichens der Gemeinde soll nun am Freitag, 2. September, gebührend gefeiert werden. Um 14 Uhr sind zunächst die Mitglieder des VHS-Zweckverbandes sowie die langjährigen Dozenten zum Festakt eingeladen. Ab 15 Uhr sind aber auch alle anderen Interessierten willkommen, um sich die instandgesetzte und modernisierte Mühle von innen und außen anzusehen.

Bis dahin will auch Gemeindearchivar Philipp Frank mit Bönens historischen Schätzen, mit Bildern, Fotos, Dokumenten und vielem mehr, in das sanierte Gebäude gezogen sein. Wer möchte, kann sich an diesem Nachmittag von ihm das Gemeindearchiv zeigen und erklären lassen.

Nach langer Pause präsentieren Herbert und Dr. Janine Teuppenhayn endlich wieder eine Ausstellung in dem historischen Gebäude.
Nach langer Pause präsentieren Herbert und Dr. Janine Teuppenhayn endlich wieder eine Ausstellung in dem historischen Gebäude. © Szkudlarek Robert

Um 16 Uhr eröffnen Dr. Janine und Herbert Teuppenhayn ihre beeindruckende Fotoausstellung mit einem Vortrag. Unter dem Titel „Vielfältige Tierwelt im heimischen Garten“ erzählen die beiden Naturfreunde und begeisterten Fotografen von ihren „Begegnungen“ vor dem Küchenfenster, von außergewöhnlichen Besuchern und ihren Ideen, diese in ihre grüne Oase zu locken. Mit ihrem Projekt wollen die Teuppenhayns einen lokalen Beitrag dazu leisten, dem Insektensterben entgegenzuwirken. „Mit dem eigenen Garten kann jeder sogenannte Trittsteine für die bedrohte Tierwelt schaffen“, sagen sie.

Die Teilnahme an den Archivführungen und dem Vortrag sind kostenlos, eine Anmeldung unter der Rufnummer 913513 aber erforderlich.

Noch keine offiziellen Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Oktober in den frisch gestrichenen Räumen und unter der neuen Lichtinstallation zu sehen. Besucher werden gebeten, vorher mit den Mitarbeitern in der VHS-Geschäftsstelle einen Termin zu vereinbaren.

„Zurzeit haben wir nämlich keine offiziellen Öffnungszeiten für die Alte Mühle“, so VHS-Mitarbeiterin Esther Hahm. Zum einen sei dies der Corona-Pandemie geschuldet, zum anderen müsse noch die Abstimmung mit dem Gemeindearchiv erfolgen.

Sich anmelden, beziehungsweise Eintrittskarten kaufen, müssen indes die Gäste bei der Wiedereröffnungsveranstaltung am Freitagabend, 2. September. Da die Alte Mühle seit 1969 Bönens Kulturzentrum ist, gibt es natürlich ein entsprechendes Rahmenprogramm für diesen Tag.

Der Eintritt

Der Eintritt kostet 18 Euro, im Preis enthalten ist eine Portion „Ruhrpottgulasch“ – ein Currywurstopf mit Baguette – sowie ein Getränk. Zu haben sind die Karten über die Internetseite vhs-Kamen-boenen.de. Weitere Informationen gibt es außerdem im Kulturbüro der Gemeinde unter der Telefonnummer 93 32 53 und in der VHS-Geschäftsstelle neben der Alten Mühle unter der Rufnummer 91 35 13.

Eingeladen von Volkshochschule und Gemeindeverwaltung wurde die Autorin Janine Adomeit aus Flensburg. Sie liest ab 19 Uhr aus ihrem Debüt-Roman „Vom Versuch einen silbernen Aal zu fangen“ vor. Darin geht es um den ziemlich heruntergekommenen Kurort Villrath, dem die Bewohner neues Leben einhauchen wollen. Die verlassenen Gästezimmer soll eine neuentdeckte „Heilquelle“ füllen, und auch die Einwohner haben einige kreative Ideen, um ihrer Stadt zu neuem Glanz zu verhelfen.

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