Aktueller Ditib-Vorstand denkt über Neubau der Moschee nach

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Neue Vorstandsmitglieder der Ditib-Moschee: (von links) Muhittin Oruc und Yalcin Tekin.

Bönen -  Das geplante Minarett an der Westfassade der Ditib-Moschee kommt nun wohl doch nicht. „Die Umbaupläne sind erst mal auf Eis gelegt“, berichtet Yalcin Tekin, Kassierer im neuen Vorstand des Ditib-Moschee-Vereins.

Am 27. Februar hatten in der Moschee in Altenbögge die Wahlen stattgefunden, bei denen die Mitglieder für einen Wechsel an der Vereinsspitze stimmten.

Dem verjüngten Vorstand gehören jetzt Idris Dogan (1. Vorsitzender), Feridün Güney (2. Vorsitzender), Muhittin Oruc (Sekretär), Yalcin Tekin (Kassierer) und Fikret Korkmaz (Beisitzer) an. Als eine der ersten Amtshandlungen zog der neue Vorstand den beim Kreis Unna im Juli 2016 eingereichten Bauantrag zurück. Bekanntlich plante die Ditib-Gemeinde als Besitzer der Immobilie an der Bahnhofstraße/Ecke Zechenstraße im Frühjahr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, weil seit Jahren Feuchtigkeit auf der Frontseite zur Bahnhofstraße ins Mauerwerk eindringt und dort Schäden verursacht. Bei der Gelegenheit sollte das Haus eine energetische Fassadensanierung erhalten.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten sollte die Fassade zur Bahnhofstraße ein Face-Lift bekommen, der Balkon sollte aufgestockt, Fenster erneuert werden. Über dem Eingang der Moschee war ein kleines Minarett geplant. Die Kosten für die Umbauarbeiten waren auf rund 100 000 Euro veranschlagt worden.

Jetzt zog der neue Ditib-Vorstand den Bauantrag zurück. „Wir wollen zunächst andere Alternativen prüfen, da es sich um eine große Summe handelt, die von den rund 230 Mitgliedern durch Spenden aufgebracht werden muss“, erläutert Muhittin Oruc. „Nach allen Modernisierungen bleibt es aber immer noch ein altes Gebäude.“ Denkbar sei auch ein Neubau der Moschee an anderer Stelle. Darüber werde der Vorstand eingehend mit den Mitgliedern diskutieren.

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