Weniger Beschwerden über die Polizei im Kreis

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2018 sind wesentlich weniger Beschwerden bei der Polizei eingegangen als im Vorjahr. Laut Statistik beschwerten sich im Kreis Unna 39 Bürger über das Vorgehen der Polizei. Im Jahr davor gingen 67 Beschwerden ein. 

Kreis Unna – Wenn die Polizei zu Einsätzen gerufen wird, dann sind immer wieder Konflikte vorprogrammiert, die Beschwerden von Bürgern auslösen. 39 sind im Jahr 2018 bei der Kreispolizei in Unna eingegangen, deutlich weniger als im Vorjahr.

Rund 4,8 Millionen oftmals konfliktbeladene Polizeieinsätze melden die Polizeibehörden des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2018. Dazu sind insgesamt 4149 Beschwerden eingegangen, mit denen Bürger ihre Unzufriedenheit über negativ empfundene Verhaltens- oder Verfahrensweisen oder Zustände äußerten. Das Beschwerdeaufkommen ist im Verhältnis zur Anzahl der Einsätze eher gering.

Ein großer Teil der eingegangenen Beschwerden – nämlich 3037 oder rund 73 Prozent – sind nicht begründet, wie sich herausstellte. Begründet sind 281 Beschwerden, rund sieben Prozent des gesamten Beschwerdeaufkommens. 

Im Kreis Unna, so die Statistik für 2018, gingen insgesamt 39 Beschwerden bei der Kreispolizeibehörde ein – davon 22 nicht begründet, sechs Beschwerden waren teilweise begründet und vier Beschwerden erwiesen sich als begründet. 

Zahl der Beschwerden deutlich verringert

Die Zahl der Beschwerden hat sich damit deutlich verringert gegenüber dem Vorjahr, als 67 Beschwerden registriert wurden. 31 Dienstaufsichtsbeschwerden wurden im Jahr 2018 bei der Kreispolizeibehörde in Unna eingereicht, 2017 waren es noch 51, und acht Fachaufsichtsbeschwerden (2017 waren es doppelt so viele, nämlich 16). 

Auch auf Landesebene lag die Zahl der Beschwerden im Jahr 2017 insgesamt höher mit 4216 Beschwerden auf 4,9 Millionen Polizeieinsätze. Von 4216 gemeldeten Beschwerden waren 2869, also 68 Prozent, nicht begründet. Begründet waren 310, also rund sieben Prozent der Beschwerden. Die Gesamtzahl der Beschwerden 2018 ist gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent zurückgegangen. 

Beschwerden werden in der Regel durch Antwortschreiben oder persönliche Gespräche bearbeitet. In 27 Fällen reagierte die Kreispolizeibehörde mit einem Antwortschreiben. 

Besondere Bedeutung haben persönliche Gespräche, denn diese führen oft zu einer deutlich höheren Akzeptanz bei den Beschwerdeführern. Daneben ermöglichen sie auch eine zügige Bearbeitung, die ebenfalls zur Zufriedenheit beiträgt. Dies spiegelt sich auch im Kreis Unna wider. Fünf Vorgänge konnten nach einem persönlichen Gespräch abgeschlossen werden.

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