Bundespolizei warnt

"Absolute Lebensgefahr": Mann (39) zwingt Lokführer in Bönen zu Notbremsung

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Der Bahnübergang am Schwarzen Weg

Bönen - Das hätte schlimm enden können: Vor dem Bahnübergang am Schwarzen Weg musste am Sonntag ein Zug eine Notbremsung einleiten. Der Lokführer hatte einen Mann in den Gleisen entdeckt. 

Am Sonntagmorgen hat sich ein 39-jähriger Mann am Bahnübergang am Schwarzen Weg in Bönen in "absolute Lebensgefahr" begeben.  So schildert es die Bundespolizei, die für die Bahngleise zuständig ist. 

Der Mann überquerte die Gleisanlagen trotz geschlossener Schranken und roter Signale. Zum Glück gelang es dem Triebfahrzeugführer des RE 7, rechtzeitig zu bremsen. 

Erfolgreiche Fahndung

Nach Angaben des 37-jährigen Lokführers war der RE 7 von Bönen in Richtung Unna unterwegs. Auf dem Bahnübergang Schwarzer Weg konnte er eine Person in den Gleisen erkennen, woraufhin er eine Schnellbremsung einleitete und so vor der Person zum Stehen kam.

Aufgrund der guten Personenbeschreibung konnte durch eine Streife der Polizei Unna ein 39-jähriger Mann in der Nähe des Bahnübergangs festgestellt werden. 

Gegen den leicht alkoholisierten Mann aus Hagen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Tipps der Bundespolizei

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • An Bahnübergängen kommt es immer wieder zu gefährlichen Unfällen. Daher ist richtiges Verhalten sehr wichtig. 
  • Viele dieser Unfälle seien auf Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen. Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis sind nach Angaben der Bundespolizei die häufigsten Ursachen. Wie im Straßenverkehr gelten aber auch dort klare Regeln. Rot heißt Stopp, ebenso wie geschlossene Voll- oder Halbschranken. Die Praxis sehe jedoch leider oft anders aus: Die Bedeutung des Andreaskreuzes und der Sicherungsanlagen ist vielen Straßenverkehrsteilnehmern nicht oder nicht richtig bekannt. Leichtsinn und Ungeduld würden manch Einen zu riskanten Aktionen verleiten. "Dies ist schlicht lebensgefährlich!", meint die Bundespolizei
  • Die Bundespolizei beteiligt sich seit 2015 offiziell als Partner an der Gemeinschaftsaktion "sicher drüber" - neben der Deutschen Bahn, dem ADAC sowie den gesetzlichen Unfallversicherungen VBG und UVB. Seit dem Start der Kampagne im Jahr 2002 sei die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen um mehr als 50 Prozent zurückgegangen.

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