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34-jähriger Bönener attackiert brutal seine schwangere Ex-Freundin

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Von: Sylvia Mönnig

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Wegen einer brutalen Attacke auf seine schwangere Ex-Freundin musste sich ein Bönener jetzt vor Gericht verantworten. © Friso Gentsch

Im Streit attackierte ein 34-Jähriger seine Ex-Freundin in Bönen brutal, obwohl sie mit seinem Kind schwanger war. Vor Gericht zeigte er nun Reue und Scham, entschuldigte sich und erhielt eine Chance. Einen zweiten Vorwurf bestritt er allerdings. Mit Erfolg.

Unna/Bönen – Die Trennung setzte ihm zu. So recht abfinden wollte er sich nicht damit. Seine Verflossene, eine 27-Jährige aus Bönen, hatte aber längst mit ihm abgeschlossen. Zu unterschiedlich waren sie, zu oft gab es Differenzen. Er gab dennoch nicht auf. Und das mündete am Nachmittag des 14. Oktober in einer Eskalation vor der Haustür der Frau. Er packte sie an den Haaren und schlug ihren Kopf vor die Hauswand. Sie ging in die Knie und er, so zumindest die Anklage, trat auf sie ein. Die 27-Jährige zog sich eine Wunde am Kopf und Prellungen zu, das Kind in ihrem Bauch blieb zum Glück unversehrt.

Zudem sollte es am Abend des 21. Dezember zwischen dem Unnaer und einer anderen Frau zum Streit gekommen sein. Sie, mit der er offenbar immer wieder eine Affäre gehabt hatte, sollte er im Treppenhaus ihres Hauses in Bönen am Hals gegriffen, zu Boden geworfen und gegen das Schienbein getreten haben. Fakt ist, dass sie sich dabei einen Finger brach.

Erst die Freundin geschlagen, dann Streit mit der Geliebten

Zwei Fälle der gefährlichen Körperverletzung wurden ihm nun vor dem Amtsgericht Unna zur Last gelegt. Den Angriff auf seine Ex-Freundin räumte er ein – bis auf das Thema Tritte. Hier gab er an, nur versucht zu haben, ihr das Handy aus der Hand zu treten. „Ich weiß, dass mein Verhalten nicht richtig war“, gab er zu und leistete etwas später persönliche Abbitte bei ihr: „Es tut mir leid. Ich habe Dich wirklich geliebt.“

Gänzlich anders verhielt sich die Sache, als es um den zweiten Punkt der Anklage ging. Hier sei es vielmehr so gewesen, dass seine frühere Geliebte ihn attackiert habe. Er habe nur versucht, die tobende Frau zu beruhigen. Gewiss habe er sie nicht absichtlich verletzt.

In diesem Punkt wurde dem Angeklagten letztlich auch mit Blick auf entlastende Aussagen von Zeugen Glauben geschenkt. Hier wurde er freigesprochen. Für den Angriff auf seine Ex-Freundin wurde er aber zu sieben Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Geldbuße verurteilt.

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