Körperverletzung und Beleidigung

Noch-Ehefrau schweigt vor Gericht zu den Vorwürfen gegen einen Bönener

Amtsgericht Unna: Ehefrau verweigert Aussage gegen Bönener
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Weder der beschuldigte Bönener noch seine Ehefrau machten vor Gericht eine Aussage.

Es war ein wahrlich ruhiger Prozess, den die Beteiligten im Amtsgericht Unna erlebten. Der 31 Jahre alte Angeklagte soll am 9. August vergangenen Jahres die Wohnung seiner sich von ihm getrennten Ehefrau in Bönen aufgesucht haben.  Um kurz vor 16 Uhr soll es dort zu einem Streit gekommen sein. In dessen Verlauf soll der Mann der Bönenerin mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie angespuckt haben. Als Folge soll die Frau eine blutende Wunde am Mund davongetragen haben.

Körperverletzung und Beleidigung lauteten damit die Vorwürfe im Gericht. Doch zu hören war von dem Angeklagten nichts – er schwieg.

Also ruhte die ganze Hoffnung des Richters, den Sachverhalt aufklären zu können, auf der Aussage der Ehefrau. Doch sie tat es dem 31-Jährigen gleich und verweigerte die Aussage – ein Recht, das ihr als Ehefrau zusteht.

Den Blick auf die Ehefrau geheftet

Da weitere Beweismittel nicht vorlagen – der Vorfall soll sich ohne Zeugen ereignet haben – blieb dem Richter nichts anderes übrig, als den 31-Jährigen freizusprechen. Es sei zwar ein übler Vorwurf, doch ohne Aussagen könnte dieser nicht nachgewiesen werden, so der Richter.

Während des kurzen Prozesses fiel auf, dass der Blick des Beschuldigten die ganze Zeit an seiner Noch-Ehefrau haftete, während sie den Kopf starr geradeaus zum Richter hielt.

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