20-Jähriger steht wegen Körperverletzung und Einbrüchen in Bönen vor Gericht

20-Jähriger wegen Körperverletzung angeklagt

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BÖNEN - In einer Asylbewerber-Unterkunft in Hemer versuchte ein ehemaliger Bewohner offenbar, einen Mitarbeiter zu attackieren und beleidigte ihn massiv. Danach verschlug es den 20-Jährigen nach Bönen, wo er einen Mitbewohner geschlagen und etliche Einbrüche in der Umgebung begangen haben soll. Seit Mittwoch steht er vor dem Amtsgericht Unna.

Im Januar 2014 gerieten der 20-Jährige und ein Mitarbeiter der Hemeraner Unterkunft aneinander, nachdem Letzterer einen Gast des jungen Algeriers rauswarf. Trotz Alkoholverbots, das stellte der Betreuer bei der Gelegenheit fest, hatte der 20-Jährige eine Tasse mit Hochprozentigem in der Hand. Als er sich daraufhin ausweisen sollte, so der Vorwurf, kam es zum Eklat. Der Angeklagte versuchte, den Mitarbeiter mit seiner Zigarette am Hals Verbrennungen zuzufügen. Auch bezeichnete er den Mann als „Nazi“ und „Rassisten“.

Mit Faustschlägen Mitbewohner attakiert

Einige Zeit später hielt sich der junge Mann in einer Bönener Unterkunft für Asylbewerber auf. Von dort aus soll er gleich eine ganze Serie von Straftaten begangen haben. Zunächst, so die Anglage , versuchten er und ein gesondert verfolgter Komplize, in einen Imbiss an der Bahnhofstraße einzubrechen. Zudem soll er seinen neuen Mitbewohner mit Faustschlägen traktiert haben, weil ihn dessen nächtliche Telefonate störten. Darüber hinaus werden ihm weitere Einbrüche in der Gemeinde und der Umgebung zur Last gelegt. Wobei es in einigen Fällen beim Versuch blieb.

Dabei soll der Mann extrem abgebrüht zu Werk gegangen sein. Nicht nur einmal begegneten ihm in den Häusern und Wohnungen Personen, die ihn zwar in die Flucht trieben, die zum Teil jedoch noch heute unter den Folgen leiden. Eine Frau traf es besonders hart. Sie begegnete dem Einbrecher nachts in ihrem Wohnzimmer. Der schubste sie beiseite und verschwand unter anderem mit reichlich Bargeld. Die Frau kämpft nach wie vor mit Schlafstörungen und wird von der Angst gequält, dass wieder jemand in ihr Haus eindringen könnte.

Was die Einbrüche betraf, zeigte sich der 20-Jährige mehr oder weniger geständig. Allerdings betonte er immer wieder, dass er permanent unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden habe. Mit dem Zimmergenossen sei es zum Schlagabtausch gekommen. Bei dem Zwischenfall in Hemer sah er sich als eigentliches Opfer. „Die haben mich zusammengeschlagen.“ Eine Zigarette habe er nicht gehabt. Und was er in seinem Zustand gesagt habe, wisse er nicht mehr.

Das Verfahren gegen ihn wird Anfang Februar mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt - sam

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