175 900 Euro Fördermittel

Mehr Planungssicherheit für Eltern: OGS-Anmeldung für die gesamte Grundschulzeit

Einschulung Hellwegschule Kinder und Eltern
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Einschulung 2020 an der Hellwegschule: Immer mehr Eltern sind auf einen OGS-Platz angewiesen.

Eltern dürften aufatmen: Künftig müssen sie ihr Kind nur noch einmal zu Beginn der Grundschulzeit für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) anmelden. Denn der Bedarf an einer über den Unterricht hinausgehenden Betreuung steigt kontinuierlich, wie die Anmeldezahlen in der Gemeinde Bönen zeigen. Um für steigende Teilnehmerzahlen gerüstet zu sein, hat die Gemeinde 175.900 Euro Fördergelder erhalten.

Bönen – Die Bezirksregierung Arnsberg hat den örtlichen Schulträgern für den Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen im Regierungsbezirk jetzt Landes- und Bundesmittel in Gesamthöhe von rund 31,3 Millionen Euro bewilligt. Die Gemeinde erhält 175.900 Euro Fördermittel aus diesem Topf. Zudem hat der Rat beschlossen, die Satzung hinsichtlich der Anmeldemodalitäten in der OGS zu verändern. Das soll Eltern mehr Planungssicherheit geben.

Immer mehr Familien sind auf Betreuung angewiesen

Die außerunterrichtliche Betreuung an den Bönener Grundschulen platzt aus allen Nähten. Immer mehr Eltern sind auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen, um Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu können. Analog zum steigenden Bedarf an Kita-Plätzen entwickelt sich auch die Nachfrage für OGS Plätze. Besonders betroffen ist die Hellweggrundschule, die aufgrund der hohen Nachfrage im kommenden Schuljahr eine zusätzliche Betreuungsgruppe einrichten muss.

Mehr Kinder – das bedeutet auch mehr Kosten für zusätzliche Räume und deren Ausstattung. An der Hellwegschule stehen nach Auskunft des zuständigen Fachbereichsleiters Jörg-Andreas Otte ausreichend Räume zur Verfügung, die müssen für die erneut erhöhte Teilnehmerzahl aber entsprechend umgerüstet werden. Dafür stellen Bund und Land den Kommunen nun Zuwendungen zur Verfügung, die die Investitionstätigkeit zur Schaffung zusätzlicher ganztägiger Betreuungsangebote für Grundschüler fördern und bestehende Ganztagsangebote qualitativ weiterentwickeln sollen. Gefördert werden damit Baumaßnahmen und Ausstattungsinvestitionen wie Spiel- und Sportgeräte.

Insgesamt 212.000 Euro im Haushalt

Zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung wurden der Gemeinde Zuwendungen in Höhe von 175.900 Euro bewilligt. „Zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil stehen im Haushalt 2021 nun 212.000 Euro für den Ausbau der OGS an den beiden Grundschulen zur Verfügung“, bestätigt Kämmerer Dirk Carbow. „Hauptsächlich soll dafür flexibel einsetzbares Mobiliar angeschafft werden. So können an beiden Schulen weitere Räume einer entsprechenden Nutzung zugeführt werden oder auch die Kapazitäten erhöht werden.“

Zusätzlich wurde an der Goetheschule eine Gartenhütte für Spielgeräte errichtet. So kann der bisher genutzte Raum für eine weitere Gruppe ausgestattet werden. Außerdem werde, so Carbow, durch ein fest verbautes Trennwandsystem innerhalb des Foyers der Goethegrundschule ein weiterer Gruppenraum für die OGS geschaffen. „Dadurch können zukünftig an der Hellwegschule zwei weitere Gruppen und an der Goetheschule eine weitere Gruppe eingerichtet werden. Alle notwendigen Anschaffungen und Baumaßnahmen befinden sich in der Planungs- oder Ausschreibungsphase. Die Fördermaßnahmen müssen bis Ende des Jahres durchgeführt sein.“

Satzungsänderung für mehr Planungssicherheit

Mehr Planungssicherheit für alle Bönener Eltern verspricht die Entscheidung des Rates, die Satzung bezüglich der OGS-Anmeldemodalitäten zu ändern. Mussten die Eltern bisher vor jedem neuen Schuljahr ihre Sprößlinge erneut für die OGS-Betreuung anmelden und bangen, dass ihr Nachwuchs im kommenden Jahr möglicherweise keinen Platz erhält, soll dieser Druck von den Eltern genommen werden. Künftig reicht die Anmeldung beim Wechsel zur Grundschule und ist vier Jahre gültig, wenn gewünscht.

Die Satzungsänderung war auch vom Kreis Unna eingefordert worden, der auch künftig die OGS-Planung und die Erhebung von Elternbeiträgen übernimmt, um die Rahmenbedingungen zu vereinheitlichen. Derzeit arbeitet der Kreis an der Entwicklung eines Programms, in dem die Daten der Kindertagesstätten und der OGS zusammengeführt werden. Das soll der Gemeinde die zukunftsorientierte Planung erleichtern.

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