Komplettrenovierung beginnt am 20. September

Kirchengemeinde Bönen rüstet Martin-Luther-Haus für die Zukunft

Die Sanierung des Martin-Luther-Hauses soll am 20. September beginnen
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Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1953, die jüngste Renovierung liegt 21 Jahre zurück. Jetzt soll das Martin-Luther-Haus „generalüberholt“ werden.

Platz ist im großen Saal für viele. Im Martin-Luther-Haus treffen sich die Gruppen der Evangelischen Kirchengemeinden, der Bläserchor, die Kinder und Mitarbeiter des Kindergottesdienstes sowie die Konfirmanden. Beim Gemeindefest wird er alljährlich zur Kaffeestube, Ostern zum Frühstücksraum und bei großen Sportereignissen sogar zur „Public-Viewing-Arena“. Zudem wird dort viel gefeiert, seit dem die Kirchengemeinde ihn für private Veranstaltungen an Gemeindeglieder vermietet.

So viel genutzt, benötigt der Raum nun dringend eine Frischekur. Bei der jetzt anstehenden Komplettrenovierung geht es allerdings nicht nur um Verschönerungen. Die Heizungsanlage wird erneuert, ebenso die Fenster und die gesamte Elektrik. Aus Gründen des Brandschutzes ist der Saal bereits seit Mitte August geschlossen, am 20. September beginnen die Sanierungsarbeiten.

„Das kam für uns nicht überraschend“, sagt Kirchenbaumeisterin Beate Schmalz. „Wir waren darauf vorbereitet und haben rechtzeitig Anträge gestellt.“ Immerhin ist das Gebäude inzwischen 68 Jahre alt, zuletzt renoviert wurde es im Jahr 2000. Für die geplanten Maßnahmen veranschlagt die Kirchengemeinde rund 100 000 Euro. Den Großteil der Kosten übernimmt sie selbst.

Einen Zuschuss gibt es zudem von der Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises Hamm, und schließlich haben die Gemeindeglieder selbst in den vergangenen Jahren für ihr Martin-Luther-Haus gesammelt, gespendet und gearbeitet. So hätten etwa die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter bei den Gemeindefesten kräftig mitangefasst, um die Erlöse aus dem Verkauf von Speisen, Getränken und Co. in den Spartopf für die Hausrenovierung zu stecken.

Heizungsanlage wurde bereits ausgebaut

„Schön, dass wir das Geld jetzt dafür ausgeben können“, freut sich Beate Schmalz, dass nach einigen Jahren des Sparens und Planens nun bald der Startschuss fällt.

Die ersten Arbeiten sind sogar schon gelaufen. So wurde kürzlich die alte Heizungsanlage ausgebaut. Demnächst werden dann ebenso die Fenster und die Beleuchtung ersetzt. „Wir achten dabei auf Nachhaltigkeit“, gibt Beate Schmalz an. Die Decke wird zur besseren Wärmedämmung abgehängt und isoliert, die Fenster werden allesamt ausgetauscht. Und beim Licht soll auf stromsparende LED-Technik gesetzt werden.

„Wir möchten das Haus weiterhin mit Leben füllen und auch junge Menschen dorthin einladen“, sagt die Presbyterin. Deshalb wird die Technik im Haus auf den aktuellen Stand gebracht, durch eine neue Mikrofonanlage, einen Internetzugang und einen Beamer.

Gruppen müssen ausweichen

Zum Schluss bekommen die Wände noch frische Farbe, der Fußboden einen anderen Belag. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, werden bestimmt einige Wochen oder Monate vergehen. Vermutlich bleibt das Haus mindestens bis Ende des Jahres geschlossen. Die Gruppen müssen sich so lange andere Räume innerhalb der Gemeinde für ihre Treffen suchen, zum Beispiel im Bodelschwingh-Haus in Altenbögge oder direkt in die Alte Kirche ausweichen. „Es wäre natürlich schön gewesen, die Renovierung in der Corona-Zeit durchzuführen, als das Haus ohnehin nicht belegt war. Aber so schnell ging es leider nicht“, bedauert Beate Schmalz. Erst musste die Finanzierung gesichert sein.

Die Verantwortlichen sind froh, dass dies nun der Fall ist. „Wir haben mal von einem Neubau geträumt, doch dass ist finanziell wohl nicht möglich“, erklärt die Kirchenbaumeisterin. Wichtig ist ihr und den anderen Gemeindevertretern dass das Gemeindezentrum an der Alten Kirche erhalten bleibt.

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