Wie bei der echten Bundestagswahl

Zur Probeabstimmung an die Urne: Gymnasium in Bergkamen nimmt an Juniorwahl teil

Juniorwahl Gymnasium Bergkamen
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Juniorwahl am Städtischen Gymnasium: Das Projekt soll Schüler frühzeitig an das Thema Wahlen und Politik heranführen und sie auf die künftige Partizipation im politischen System vorbereiten.

Am Sonntag ist Bundestagswahl. Die Schüler des Städtischen Gymnasiums haben vorgelegt. Bei der Juniorwahl gaben sie ihre Stimmen schon am Freitag ab. Das Ziel der simulierten Wahl: Die jungen Menschen für Politik begeistern und motivieren, sich am politischen System zu beteiligen und wählen zu gehen, sobald sie alt genug sind.

Bergkamen – Auf den ersten Blick hätte das Pädagogische Zentrum (PZ) am Freitagvormittag tatsächlich als Wahllokal durchgehen können – wären denn die Wähler nicht sichtlich zu jung gewesen.

Joline Rinne und Dennis Fiklistow zum Beispiel sind erst 15 Jahre alt, bis zur ersten richtigen Bundestagswahl müssen sie noch eine Weile warten, bekommen durch die Juniorwahl aber schon einmal einen Eindruck. „Ich glaube schon, dass es mir später bei der richtigen Wahl helfen wird, wenn man den Ablauf schon kennt und darum weiß, was passiert“, sagte Dennis.

Ältere Schüler haben Wahl organisiert

Dass das in der Tat so ist, bestätigte Valentin Freiberg. Der 17-Jährige ging bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr zur Urne und fühlte sich durch vorherige Juniorwahlen gut vorbereitet. „Es hat auf jeden Fall geholfen, schon einmal die Erfahrung gemacht zu haben, wie das ablaufen wird“, erzählte er. „Außerdem habe ich mich durch die Juniorwahl viel intensiver mit dem Thema befasst, als ich das sonst getan hätte.“

Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen

Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen
Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen
Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen
Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen
Juniorwahl 2021 im Städtischen Gymnasium Bergkamen

Auch bei Silvia Ehigiegba hat die Juniorwahl genau das erwünschte Ziel erreicht: Die 18-Jährige geht am Sonntag zum ersten Mal zur Bundestagswahl – genau wie bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr ohne große Nervosität. „Die Juniorwahl hat mir im Vorfeld wirklich geholfen“, sagte sie.

Wie bei der echten Wahl ging es zur Stimmabgabe in die Wahlkabine.

Neben dem Urnengang hatten Valentin und Silvia dieses Mal aber noch weitere Aufgaben. Zusammen mit ihren Mitschülern aus dem Q2-Grundkurs Sozialwissenschaften von Matthias Fahling hatten sie die Organisation der Juniorwahl übernommen und war als Wahlhelfer vor Ort.

Dabei verteilten die Q2-Schüler nicht nur im Vorfeld die Wahlbenachrichtigungen an die jungen Wähler von der siebten Klasse bis zur eigenen Stufe. Während der Abstimmung gaben sie die Stimmzettel aus und halfen, wenn jemand doch keine Wahlbenachrichtigung bekommen hatte.

Wahlergebnis gibt es erst am Sonntagabend

Außerdem oblag es ihnen, auf die Einhaltung der Corona-Regelungen zu achten. „Darum wird auch nach Klassen getrennt abgestimmt, damit die Gruppen sich nicht vermischen“, erklärte Valentin.

Bis die Schüler erfahren, welches Wahlergebnis es an ihrer Schule gibt, dauert es noch ein bisschen. Zwar zählten die Wahlhelfer – auch wie im realen Leben – die Stimmen direkt nach Wahlschluss aus und meldeten sie an das Juniorwahl-Team in Berlin. Das darf die Ergebnisse aber erst am Sonntag nach 18 Uhr veröffentlichen – wenn auch die „richtige“ Bundestagswahl gelaufen ist.

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