Ein Heim für Hexen und Zombies

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Die Dietrichs mit ihren Freunden im Garten des Hauses.

Rünthe – Das Halloween-Fieber ist bei Marco und Melanie Dietrich wieder ausgebrochen: Ihren Freundeskreis haben sie bereits angesteckt. Seit Tagen wird deshalb am Haus sowie im Garten an der Rünther Straße geschmückt und hergerichtet, was das Zeug hält.

Seit Jahren ist das junge Ehepaar dafür bekannt, nicht nur zu Weihnachten das Haus besonders zu schmücken, sondern auch zur Gruselzeit. Von Jahr zu Jahr pilgerten mehr Schaulustige zur Wohnstätte des Paares – und seit die junge Familie in das Haus an der Bundesstraße gezogen ist, ist es kein Geheimtipp mehr. „Rund 1000 Leute kamen im vergangenen Jahr“, erzählt Melanie Dietrich. „Da war das mit dem Verkehr vor der Tür schon nicht so einfach.“ Im zweiten Jahr im neuen Domizil macht das Paar daher Nägel mit Köpfen und öffnet den Garten gleich an zwei Tagen – und bietet besondere Führungen an. Am 30. und 31. Oktober von 17 bis 22 Uhr können alle Interessierten kommen, der Eintritt ist frei. Nur Verpflegung gibt es nicht. 

Jede Menge Gruselfaktor

Dafür aber jede Menge Gruselfaktor, denn der Freundeskreis der beiden wird im Garten Stellung beziehen und als Erschrecker fungieren. „Kinder unter acht Jahren sollten daher nicht kommen“, sagt Melanie Dietrich, die auch die eigenen Kinder an den beiden Tagen bei den Großeltern einquartieren wird. „Wenn wir geschminkt sind, erkennen sie uns nicht. Das ist zu risikoreich“, sagt die junge Mutter. Auch auf das Schmücken der Wohnräume mit Spinnenweben und Co. verzichtet das Paar in diesem Jahr, um dem Nachwuchs keine Angst zu machen. „Wenn sie größer sind, machen wir es vielleicht wieder.“ Bei den Vorbereitungen im Garten helfen Freunde und Bekannte nicht nur mit Tatkraft, sondern auch mit Material. Vom Werner Hof Hülsmann gab es große Kürbisse und Bauer Plass aus Lerche stiftete den Mais für die Hausfassade. 

Nebelmaschine und Rollstuhl

DJ Mirko Gerhard hilft mit Lichttechnik, Nebelmaschine und Sound, von NTF aus Rünthe gab es ein Werbebanner und Jürgen Ströher und Günther Keck sorgten für Hexenkessel und Rollstuhl. Von dem befreundeten Garten- und Landschaftsbauer Frense in Warendorf erhielten sie 13 Bauzäune, mit deren Hilfe sich der Garten in den vergangenen Tagen in ein echtes Labyrinth verwandelte. Mit schwarzer Folie bestückt sieht im Dunkeln niemand, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt. Das heizt den Spaß für Marco Dietrich nur noch mehr an. In Sachen Gruseleffekte geht dem Tüftler in diesen Tagen das Herz auf: Ob Szenen aus dem Exorzist, Hexen im Horrorwald, ein Friedhof, Folterkammer, Horror-Clown oder Zombie-Kinder, all das sollen die Besucher finden können. Genauso eine Horror-Ahnengalerie sowie grässliche Figuren, die mithilfe eines Beamers ans Garagentor geworfen werden. Derzeit arbeiten die Dietrichs mit Andrea, Uwe und Matthias Drechsler an Pranger, Galgen und Guillotine für die Folterkammer. Und sie haben irrsinnigen Spaß dabei. „Die Leichenteile und Gedärme für die Folterkammer habe ich schon gebastelt“, gibt es eine Statusmeldung. „Prima“, lautet die Antwort, „dann muss ich die nur noch anmalen.“ 15 Erschrecker wird es darüber hinaus geben, der Gang durch den 350 Quadratmeter großen Garten etwa 10 bis 15 Minuten dauern. „Es kommen hoffentlich alle wieder heraus“, sagt Melanie Dietrich lachend, denn das Paar will das Gartentor als Schleuse benutzen und den Zutritt steuern, damit im Garten nicht zuviele Menschen auf einmal sind. „Das würde auch den Effekt der Erschrecker zerstören“, nennt Marco nicht nur Sicherheitsgründe als Argument für diese Entscheidung. Details müssen die Freunde noch absprechen, sicher ist nur, wer wie verkleidet sein wird, denn auch die Kostüme sind zum Teil selbst hergestellt. Dennoch kosten die Dekogegenstände der Dietrichs insgesamt etwa acht- bis neuntausend Euro. „Wir machen das echt aus Spaß und Freude“, sagt Marco Dietrich – und hofft schon allein deshalb auf viele, die sich an Halloween richtig gruseln wollen.

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