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Zehntes Weihnachtsvarieté ging vor über 200 Zuschauern über die Balu-Bühne

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Von: Markus Liesegang

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Weihnachtsvarieté Bühne mit allen Akteuren
Am Ende gab es stehende Ovationen für ein erneut sehenswertes Weihnachtsvarieté: Moderator Daniel Reinsberg (rechts vorne) stellte alle Artisten vor, die bei der Show mitgemacht hatten. Er selbst führte nicht nur durchs Programm, sondern zauberte auch für das Publikum. © Markus Liesegang

210 Besucher zählten die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhauses Balu am Samstagabend im Studiotheater. Dort lief das zehnte Weihnachtsvarieté, Titel: „Tu was du nicht kannst“. Es war ein buntes, kurzweiliges Programm, das die Kinder und Jugendlichen aus dem Weddinghofener Treff, von TuRa Bergkamen und hochkarätige Profiartisten auf die große Bühne brachten.

Bergkamen – Zu Recht gab es zum Finale, zu dem sich alle Künstler aufstellten, stehenden Applaus. Ins Rampenlicht gerückt wurden sie nach gut zwei Stunden von Daniel Reinsberg. Der Berliner Moderator war zugleich Teil des Programms, plauderte er doch nicht nur, sondern zauberte auch. Mit einer „visuellen Denksportaufgabe“ für die „Mitmachreihe“ – die erste – brachte er das Publikum in Fahrt. Aufmerksam verfolgen sollte den eleganten Seiltrick ein Martin. Der Bergkamener hielt in der Folge als Running Gag her.

Akrobaten von TuRa Bergkamen beim Weihnachtsvarieté
Die Akrobaten von TuRa Bergkamen zeigten eine gelungene Bühnenshow. © Markus Liesegang

Die Akrobatik-Gruppe des Balu unter der Leitung von Aurel Islinger ging mutig als erste auf die Bühne. Dort bauten die Mitglieder Menschentürme, fein choreografiert zur Musik. „Die Akrobatik- und die Trampolingruppe bei uns ist eigentlich besetzt mit Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis 13 Jahren. Aber es bleiben auch einige Ältere dabei. Die sind mit sieben angefangen und jetzt 16, 17“, erklärte Pädagoge Thomas Haas. Die Idee hinter dem Weihnachtsvarieté sei, dass die Kinder das Einstudierte öffentlich zeigen. „Und das auf einer großen Bühne mit Weltklasse-Artisten“, ergänzte Haas.

Als ersten Profi stellte Reinsberg Zhenja Genial vor, der scheinbar spielerisch leicht Kreise in einem mannshohen Eisenring, dem so genannten Cyr Wheel, drehte.

 Zhenja Genial mit seinem Cyr-Wheel
Zhenja Genial zeigte erstaunliche Kunststücke in seinem Eisenring. © Markus Liesegang

Während Zhenja Genial pantomimisch stumm arbeitete, entwickelte sich zwischen Reinsberg und seinem Begleiter, dem Pinguin „Scholli“ anschließend ein witziger Dialog. „Ist das nicht Martin dort unten?“, fragte die Puppe. „Scholli“ durfte danach die Rope-Skipping Gruppe von TuRa Bergkamen ansagen, die rasant die Seile schwang, bevor Sergej Akrobatik auf einem Zauberwürfel zeigte. „Das im Flyer genannte Duo Prime hat gestern abgesagt wegen eines Unfalls“, erzählte Haas zur Programmänderung.

Nicht die einzige an diesem Abend, auch das Duo Racer fuhr nicht auf Einrädern auf die Bühne. Dafür jonglierte Pranay Werner gleich mit drei Leuchtdiabolos. Mit Louis Armstrongs Schlaflied „Onkel Satchmo´s Lullaby“ stimmte Reinsberg gemeinsam mit der Puppe „Waschlappen“ auf das Ende der Show ein: Alex und Liza zeigten anmutige Partnerakrobatik.

Alex und Liza zeigen Partnerakrobatik
Die Profi-Artisten Alex und Liza zeigten anmutige Partnerakrobatik. © Markus Liesegang

Vielleicht würden die Profis bei den Bergkamener Nachwuchsartisten den Wunsch wecken, selber diesen Weg einzuschlagen. „Ich war damals sieben Jahre alt“, erzählte Reinsberg von dem Erlebnis, das ihn auf die Bühne trieb. Sein Opa sei Zauberer gewesen. Den Trick, Wasser aus einer Tageszeitung fließen zu lassen, hätte er von ihm. „Ich weiß bis heute nicht wie das funktioniert“, scherzte er bei der Vorführung.

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