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Zehnjährige aus Bergkamen wählt mehrfach den Notruf - einen Grund gab es nicht

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Von: Ansgar Wolfgart

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Smartphone Notruf 110
Eine Zehnjährige aus Bergkamen wählte mehrfach ohne Grund den Notruf. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Wer sich in einer Notlage befindet, sollte nicht zögern, den Notruf zu wählen. Für ein Mädchen aus Bergkamen traf aber genau das nicht zu. Den Notruf wählte sie trotzdem gleich mehrfach. Ein solches Verhalten kann schlimme Folgen haben.

Bergkamen/Kreis Unna – Es gehört zum digitalen Zeitalter, dass schon Kinder über Smartphones verfügen. Diese Entwicklung hat den Vorteil, dass die Kinder mobil von unterwegs die Möglichkeit haben, in Gefahrensituationen die 110 und 112 anzurufen. Aus aktuellem Anlass betont die Kreispolizeibehörde Unna jetzt: „Wenn sich Kinder in Notlagen befinden, sollen sie keine Angst haben, die Notrufnummern zu wählen – aus Spaß, Langeweile, Neugier oder als Mutprobe aber bitte nicht.“

Erst am vergangenen Samstag hatte eine zehnjährige Bergkamenerin ohne erkennbaren Grund insgesamt 16 Mal die Notrufnummern 110 und 112 gewählt. Zehnmal gingen die Anrufe auf der Rettungsleitstelle ein, sechsmal auf der Leitstelle der Polizei.

Polizei findet Anschrift des Mädchens heraus

Weil grundsätzlich die Telefonnummern der Anrufer übermittelt werden, war es möglich, die Anschrift des Mädchens festzustellen. Eine Streifenwagenbesatzung suchte die Adresse auf und führte ein aufklärendes Gespräch mit der Erziehungsberechtigten.

Die Polizei ist bei ihrer Arbeit auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wer sich oder andere in Not sieht, wer die Polizei vor Ort benötigt oder etwas Verdächtiges beobachtet, sollte sich nicht scheuen, jederzeit den Notruf 110 zu wählen – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Die missbräuchliche Nutzung von Notrufen aus Spaß, Langeweile, Neugier oder als Mutprobe bindet allerdings Rettungskräfte, die durch einen vorgetäuschten Notfall im Einsatz sind, blockiert die Leitung für andere Menschen, die tatsächlich dringend Hilfe benötigen, und stellt eine Straftat dar.

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