Zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Tür in den Hellweg-Werkstätten

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Mit Rock- und Popmusik zog Sängerin Lisan die Aufmerksamkeit auf sich.

Rünthe – Grund zum Feiern gab es jetzt in der Evangelischen Perthes-Stiftung. Schon 30 Jahre lang gibt es in Rünthe den Betriebsteil „Schacht III“ der Hellweg-Werkstätten.

In den Werkstätten nehmen Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen an Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation teil, um sich dann später auf dem freien Arbeitsmarkt nach einem interessanten Arbeitsplatz umsehen zu können. 

Für die Nachbarn rund um den Betriebsteil und für die Verwandten und Freunde der rund 70 Teilnehmer an den Rehabilitations-Maßnahmen, lud der Standort „Schacht III“ am Samstag zu einem Tag der offenen Tür ein, wo alle Interessierten einen Blick hinter die roten Backsteinmauern der alten Zechen-Kaue werfen konnten. 

Tag der Offenen Tür der Hellweg-Werkstätten

Begonnen hatte der Tag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche. Bei einem Rundgang in den Betriebsräumen der „Werkstatt“ konnten sich die Besucher die Arbeitsplätze, aber auch den gesamten Produktionsprozess erklären lassen. In vier Produktionsstraßen werden hier von technisch versierten Mitarbeitern aus vielen Einzelteilen diverse wetterfeste Beleuchtungen und Bodensteckdosen für den Außenbereich hergestellt. Neben dem technischen, gibt es im Betriebsteil „Schacht III“ aber auch den hauswirtschaftlichen Bereich, wo für die Mitarbeiter in der betriebseigenen Kantine auch ein Mittagessen angerichtet wird. 

Am Samstag gab es hier für die vielen Besucher jede Menge Kuchen und Torten. Schupfnudeln und Grillspezialitäten hingegen gab es vor dem Gebäude, wo das „Werkstätten-Team“ eine echte Schlemmermeile aufgebaut hatte, wo es sogar auch noch richtig etwas für die Augen und Ohren zu genießen gab. Denn als echten „Top-Act“ konnte die Popsängerin Lisan gewonnen werden, ein Rünther Gewächs, das bereits über die Bühnen in ganz Europa tourt. Mit Rock- und Poptiteln, wie „Bad Moon Rising“ oder „Wenn du denkst, du denkst“ sorgte Lisan für viel Begeisterung auf dem Platz. 

Die Tanzgruppe der Initiative Down-Syndrom verdiente sich den Applaus des Publikums.

Zudem erhielt die Tanzgruppe der Initiative Down-Syndrom (IDS) mit einem schwungvollen Rock-Pop-Medley und Auszügen aus ihrer Tarzan-Aufführung für viel Applaus von den Zuschauern. 

Gleich ins Auge fiel natürlich auch der große, mit vielen Punkten drapierte Linienbus der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU). Diesen konnte man nicht nur besichtigen, man durfte sich sogar mit Busfahrerkappe hinter das große Lenkrad schwingen und sich wie ein Busfahrer fühlen. Wer dann noch etwas Zeit mitbrachte, der konnte sich vom echten VKU-Busfahrer Georg Straßl und Martina Wittmann berichten lassen, wie auch bei der VKU und ihren Passagieren die Inklusion vorbildlich umgesetzt wird.

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