Ärger um die Burg

Youtuber veröffentlicht nach Häuser-Räumung zweites Video und spricht von Klage gegen Verwaltung

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Nach vier Monaten konnten die Bewohner der geräumten Häuser an der Töddinghauser Straße wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Bereits zu Beginn der Räumungs-Zeit hatte ein Youtube-Video für Aufregung gesorgt. Nun gibt es einen zweiten Teil.

Bergkamen – „Wir sind wieder Zuhause, es ist wunderschön. Wir haben gewonnen“, sagt der Mann, der in einem weißen Sessel sitzt, in die Kamera. Der 35-Jährige stellt sich als „Zunny Beyond“ vor. Hinter dem Künstlernamen steckt ein Eigentümer der für vier Monate geräumten Wohnungen an der Töddinghauser Straße. Das Video zeigt, wie es nach dem Wiedereinzug der Eigentümer weitergehen könnte: mit einer Klage gegen die Stadt. 

Mit seinem ersten Video „Hilferuf aus NRW“ machte der 35-Jährige kurz nach der Räumung seinem Ärger Luft und kritisierte die Stadt stark für ihre Räumungsverfügung. Insgesamt wurde das Video auf Youtube über 38 000 Mal angesehen. In dem Video werden schwere Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung erhoben, zum Teil auch nicht belegbare Behauptungen gegen die Stadt. 

Alles zum Thema Turmarkaden und Räumung

In dem zweiten Video „Die Triumph Burg“ holt „Mister Beyond“ noch einmal aus. Der Streit um die Räumung an der Töddinghauser Straße ist noch nicht beendet. „Die ganze Zwangsräumung war rechtswidrig“, sagte er. Rechtskräftig sei sie aber geworden, weil der damalige Verwalter keinen Einspruch erhob. Der Youtuber erklärt im Video deutlich: „Wir werden natürlich klagen.“ 

Räumung sei nicht gerechtfertigt gewesen

Sowohl die Gutachten von Thomas Albrecht, als auch von Klaus Schäfer und von Dirk Hagebölling hätten zumindest indirekt bestätigt, dass die Räumung nicht gerechtfertigt gewesen wäre. „Wir haben an unserem Gebäude so gut wie nichts verändert“, sagt der Youtuber. Es habe zwar sinnvolle Reparaturen und Verbesserungen gegeben, aber diese hätten auch in 48 Stunden geschehen können. 

Außerdem seien sie nicht notwendig gewesen, meint der Youtuber. Statt der im ersten Gutachten-Entwurf angegebenen ein bis zwei Millionen Euro Sanierungskosten, hätten die Eigentümer bislang nur 5000 bis 10.000 Euro investiert. „Eine deutliche Differenz.“

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