Positives Gutachten

Wohnungen, Gastronomie, Hotel: Pläne für Adensee werden konkreter

Adensee Wasserstadt Aden Bergkamen
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So soll das Gebiet um den geplanten Adensee aussehen. Insgesamt 300 Wohneinheiten soll es rund um den See geben – vor allem Einfamilienhäuser. Bis 2027 soll die Wasserstadt fertig sein.

Die Planungen und Vorbereitungen für die Entwicklung der Wasserstadt Aden haben Bergkamen viel Aufmerksamkeit beschert und stoßen auch weit über die Stadtgrenzen hinaus auf großes Interesse. Herzstück des außergewöhnlichen neuen Stadtquartiers auf dem ehemaligen Zechengelände am Datteln-Hamm-Kanal in Oberaden soll der Adensee werden.

Für die Umsetzung dieses Projektes haben Experten der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe inzwischen das notwendige Gutachten vorgelegt.

„Das Ergebnis stellt uns vor keine gravierenden Probleme und wird die geplanten zeitlichen Abläufe nicht stören“, freut sich Projektleiter Dieter Wahlen von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK). Er teilt sich bekanntlich mit der Bergkamener Stadtplanerin Christiane Reumke das Management und die Aufsicht für das gewaltige Vorhaben.

Die mit der Planung des Sees beauftragten „Dahlem Ingenieure“ aus Essen prüfen nun die Vorgaben der Bundesanstalt für Wasserbau, wie Dieter Wahlen auf Anfrage berichtet. Abstimmungsgespräche mit der BAW laufen. „Wir rechnen noch in diesem Jahr mit der Freigabe der Bundesanstalt. Sobald wir die haben, wollen wir die Ausschreibungen der Bauarbeiten auf den Weg bringen. Wir treffen bereits die entsprechenden Vorbereitungen, damit wir sie im nächsten Jahr veröffentlichen können“, so der DSK-Mann.

Tiefe zwischen 1,80 und drei Metern

7,5 Hektar Fläche mit einer Ausdehnung von 840 mal 80 Meter sind für den Adensee vorgesehen. Deshalb müsse bei der Bodenanfüllung auf dem insgesamt 55 Hektar großen Plangebiet für die Wasserstadt eine gewaltige „Kuhle für den See gelassen werden“, wie es der DSK-Projektleiter formuliert.

Für die Umsetzung des Vorhabens nennt er drei große Schritte: Zunächst die Abdichtung des gesamten Untergrundes, damit das Seewasser nicht entweichen kann; dann die Errichtung der Uferwände aus Betonelementen und ihre Abdichtung sowie schließlich die Schaffung des Kanalzugangs für die Wasserhaltung und die Bootszufahrt.

Gastronomiebetriebe, ein Hotel und Freizeiteinrichtungen sollen auf der Ostseite des Wendebeckens am Kanal entstehen. Außerdem ist dort ein Bootsanleger geplant. Diese Flächen werden zurzeit für die Baucontainer und als Parkplätze genutzt.

Das Ergebnis soll ein See mit Tiefen zwischen 1,80 und drei Metern sein, über den zukünftig Boote schippern können. Drumherum soll ein modernes Stadtquartier für verschiedenste Lebens- und Wohnstile entstehen, wie es in der Informationsbroschüre der Stadt und der DSK heißt.

300 Wohneinheiten

Restaurants, Cafés, ein Hotel und Freizeiteinrichtungen wie Fitness-Studio und Bowling-Center sollen im östlichen Bereich der Wasserstadt sollen Besucher anlocken. Am Übergang zum Kanal im bisherigen Wendebecken ist zudem eine Anlegestelle für Boote geplant. Auf der Südseite sollen parallel zur Bahnstrecke Flächen für Büro- und Gewerbegebäude reserviert werden.

Die Interessentenliste für die Wohngrundstücke ist jedenfalls schon weitaus länger als das Angebot, wie Christiane Reumke jetzt noch einmal bestätigte. „Da macht es auch nichts, wenn einige Interessenten wieder abspringen, wenn wir 2023 mit der Vermarktung beginnen“, sagt sie. Rund 300 Wohneinheiten, überwiegend Einfamilienhäuser, sind dort vorgesehen. „Wegen der entsprechenden Nachfrage werden wir auch Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen dort errichten lassen“, sagt die Stadtplanerin. Christiane Reumke hofft, dass die Wasserstadt Aden bis zur Internationalen Garten-Ausstellung 2027 komplett bebaut ist.

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