Wohnraum für Vögel und Insekten auf dem Friedhof Rünthe

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Ein Plan, den Angelika Molzahn hält, ist ähnlich wichtig wie Muskelkraft.

Bergkamen - Der Trend geht zur Urne. Platz für Gräber wird also auf Friedhöfen weniger benötigt. Die evangelische Kirchengemeinde Rünthe nutzt ihn anders. Auf dem Rünther Friedhof wächst künftig eine Hecke.

240 Pflanzen hatte Hartmut Kemper vom Kreis Unna für den Friedhof Rünthe spendiert. Und der Techniker für Umwelt, zuständig für das Förderprogramm „Hecken und Feldgehölze in der freien Landschaft“, hatte Angelika Molzahn gleich einen genauen Pflanzplan mit an die Hand gegeben. 

Sechs Helfer hatte die Presbyterin überzeugen können, am Freitagmorgen den Spaten in die Hand zu nehmen, um der Zahl der Pflanzen entsprechend viele Löcher zu buddeln. Zunächst ging es am Morgen darum, die Position der Löcher mit Sprühfarbe zu markieren. Der Abstand musste passen, damit die Gehölze sich nicht in die Quere kommen. Aber auch, damit der geschlossene Eindruck einer Hecke entsteht. Die wird auch nicht exakt gerade verlaufen, sondern geschwungen.

Elf unterschiedliche, heimische Gehölze

Die entstehende Pflanzung auf der 800 Quadratmeter großen westlichen Friedhofsfläche soll Wohnraum schaffen für Vögel und Insekten. Elf unterschiedliche Büsche und Bäume hatte Kemper als geeignet für den sandigen Boden angesehen. „Alles heimische Pflanzen“, betonte Molzahn.

Die meisten, nämlich 40, waren Hundsrose, eine Art Heckenrose. Schneeball, Faulbaum und Hainbuche, Heckenkrische und Feldahorn werden 24 Mal vertreten sein. In drei Reihen gruben die Helfer ca 40 cm tief. Und sie waren trotz vereinzelter Steine und Schotter im Boden um elf Uhr fertig damit.

Es galt noch für die großgewachsenen Gehölze wie die Wildkirsche einen Anlehnpfahl einzuschlagen und das Wurzelwerk natürlich wieder mit Erde zu bedecken. Zum Mittag spendierte Pastor Reinhard Chudaska einen Korb für Brötchen und Kaffee. Mit vielen Helfern ist eine solche Arbeit schnell getan.

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