„Mord am Hellweg“

Wilsberg ermittelt in Bergkamen: Krimi-Autor Jürgen Kehrer stellt neuestes Werk vor

Jürgen Kehrer Lesung
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In blutrotes Licht war das Schießzentrum anlässlich der Lesung von Jürgen Kehrer getaucht.

Wilsberg-Autor Jürgen Kehrer war am Dienstag in Bergkamen zu Gast. Im Schießzentrum stellte seinen Bergkamen-Krimi vor, in dem der Veranstaltungsort eine prominente Rolle spielt.

Bergkamen – 2020 mussten die Krimilesungen aus der Reihe „Mord am Hellweg“ ausfallen. Nun startete zumindest das neue Hauptprogramm „Mörderisches Intermezzo“ im zehnjährigen Jubiläumsjahr des Festivals. Veranstaltungsort am Dienstagabend war die Schießanlage in Bergkamen. Ein – wie sich später herausstellen sollte – mit seinen Einschusslöchern an den Wänden passend ausgewähltes Umfeld für den Essener Schriftsteller Jürgen Kehrer, der in der ausverkauften Lesung gleich aus zwei seiner Kriminalgeschichten vorlas.

Die bekannteste Figur von Jürgen Kehrer, der mittlerweile 20 Krimis veröffentlicht hat, ist Georg Wilsberg. Ein Münsteraner Antiquar, dessen prekäre finanzielle Lage ihn zwingt, Aufträge als Privatdetektiv anzunehmen. 2020 erschien der zehnte Wilsberg-Band „Sag niemals Nein“. Eine Geschichte, die wie alle Wilsberg-Fälle im Münsterland spielt und deshalb für Ortskundige besonders unterhaltsam ist – ob als Leser der Bücher oder Zuschauer der verfilmten und vom ZDF ausgestrahlten Krimis.

Drohung an Bergkamener Stadtentwickler

In seinem neuesten Fall begibt sich Wilsberg auf die Suche nach dem Journalisten Paul Wilkens, der zwar nicht spurlos verschwunden, aber dennoch unauffindbar ist und von seiner 15-jährigen Tochter verzweifelt gesucht wird. Wilkens, der offenbar in Reichsbürger-Kreisen recherchiert hat, stellt Wilsbergs Spürsinn auf eine harte Probe. Daran ist auch Pauls Tochter Emma nicht ganz unschuldig.

Der bekannte Krimi-Autor stand auch für Autogramme bereit.

Im zweiten Teil der Lesung war die Anthologie „Mord am Hellweg“ an der Reihe. Kehrer hatte bereits 2019 in der Stadt recherchiert, um seinen Bergkamener Kurzkrimi schreiben zu können, in dem natürlich Wilsberg die Hauptrolle spielte. Wilsbergs Hilfe wird in Bergkamen benötigt, nachdem der Bergkamener Stadtentwickler eine Drohbotschaft erhalten hat.

Fortsetzung in Bönen

Die Lesereihe „Mörderisches Intermezzo“ wird bis zum 12. November 2021 an verschiedenen Orten fortgesetzt. Am Freitag geht es zum Beispiel im Förderturm in Bönen weiter. Dort wird Benedikt Gollhardt seinen Bönen-Krimi vortragen. Tickets sind unter anderem unter www.mordamhellweg.de oder im Literaturbüro 02303/ 963850 erhältlich.

Der Münsteraner Detektiv nimmt den Auftrag an und reist zu bekannten Bergkamener Sehenswürdigkeiten. Bei den geschilderten Ermittlungen aus „Bergkamen darf nicht sterben“, kommt Wilsberg den rund 100 gebannten Zuhörern in der Schießanlage immer näher, denn ein Teil der Handlung spielte genau dort.

Als nahbarer Autor zeigte sich auch Jürgen Kehrer, der noch fleißig Autogramme schrieb und Fragen beantwortete.

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