SPD will GSW als Bad-Bauherren

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Am Standort des Wellenbads soll das neue Hallenbad entstehen. Die SPD legte sich jetzt auf die GSW als Bauherrn fest.

Bergkamen – Wer soll Bauherr des neuen Hallenbades am Häupenweg werden? Die SPD als Mehrheitsfraktion hat sich jetzt festgelegt.

Die monetären Vor- und Nachteile beider Varianten (ob die Gemeinschaftsstadtwerke mit den Gesellschaftern Bergkamen, Kamen und Bönen oder ein privater Investor) ließ die Stadtverwaltung durch einen externen Gutachter prüfen und teilte das Ergebnis den Rats-Fraktionen bereits mit. Die SPD, Mehrheitsfraktion im Stadtrat, hat sich am Dienstag positioniert: Sie wird für die günstigste Variante stimmen, und das bedeutet, das neue Hallenbad in Weddinghofen unter dem Dach der GSW zu bauen. Eine Entscheidung über den künftigen Betreiber des Bades, erklärte Fraktionsvorsitzender Bernd Schäfer im Pressegespräch, sei damit aber noch nicht gefallen.

Würde man sich jedoch für einen Dritten als Bauherrn entscheiden, wären damit etliche Konsequenzen verbunden. Man würde die GSW verlassen müssen, wodurch steuerliche Vorteile verloren gingen. „Doch nicht nur aus monetären Gründen entscheiden wir uns für die GSW“, sagte Schäfer, der hofft, dass CDU und Grüne in der Ratssitzung am 21. Februar für eine einvernehmliche Abstimmung sorgen werden.

Andere Baustellen gibt es auch noch, die im Laufe dieses Jahres teils parallel abgearbeitet werden müssen, damit endlich Zug in den Hallenbadneubau kommt. Zum einen ist die wichtige Betreiberfrage zu klären. „Für unsere Fraktion ist ein externer Betreiber nicht ausgeschlossen“, sagt Schäfer, wobei man das nicht gegen die GSW-Mitarbeiter gerichtet wissen wolle. Gleichwohl müsse bei einem Träger GSW „künftig mehr passieren“, sagt Bernd Schäfer.

Zum anderen muss der Konsortialvertrag überarbeitet werden. Dabei müssen sich die Gesellschafter Bönen, Bergkamen und Kamen einig werden, ob künftig kommunalscharf abgerechnet werden soll oder wie man die Kosten teilen kann. Aktuell liegt die Aufteilung bei einem Schlüssel von 16 : 42 : 42 (Bönen/Bergkamen/Kamen).

Erst wenn diese Dinge klar sind, kann die Detailplanung erfolgen. Ein externer Betreiber müsste in die Planungen des Bades zwingend eingebunden werden. „Sonst macht das keinen Sinn“, sagt Schäfer. Auch mit den künftigen Nutzern soll gesprochen werden, ein erstes Treffen gab es bereits gestern Abend. „Das sollen Werkstattgespräche sein, bei dem jeder seinen Bedarf äußern kann“, erklärte Volker Weirich. „Aber auch die Kostenrechner müssen mit an den Tisch, um klar zu machen, was auch wirklich finanzierbar ist.“

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