Verhandlungen über Grundstück

Wilde Müllkippe am Beversee: Gibt es endlich eine Lösung?

Wilde Müllkippe Bergkamen Beversee
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Die Reste von Bruchbuden, wilde Müllablagerungen und Dornengestrüpp prägen das Grundstück am Eingang zum Naturschutzgebiet am Beversee. Das wirft auch ein schlechtes Licht auf den RVR, denn es ist nicht zu erkennen, dass die Fläche in Privatbesitz ist.

Die wilde Müllkippe in der Nähe des Beversees in Rünthe ist vielen Spaziergängern ein Dorn im Auge. Nun überlegt der Regionalverband Ruhrgebiet, das Grundstück zu kaufen.

Rünthe – Das Naturschutzgebiet rund um den Beversee in Rünthe ist ein Aushängeschild der Stadt Bergkamen. Der Hauptzugangsbereich gleicht auf der Südseite inzwischen allerdings einer wilden Müllkippe. Nun gibt es allerdings einen Lichtstreif am Horizont. Der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) prüft, ob er das Grundstück übernimmt, um es sinnvoll nutzen zu können oder als Biotop zu erhalten. „Hierzu ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden“, teilt RVR-Sprecherin Barbara Klask auf Anfrage mit.

Das 1909 Quadratmeter große Eckgrundstück ist jahrelang von einem Imker als privater Bienen-Garten genutzt worden. Nach seinem Tod vor rund zehn Jahren kümmerten sich die Erben allerdings nicht weiter um die Fläche.

Die Blumenwiesen verwilderten, aus Gartenhäuschen und Geräteschuppen wurden Bruchbuden. Sie verfielen in den Folgejahren immer mehr, bis sie zuletzt ganz zusammenbrachen und zur Gefahr für spielende Kinder wurden.

Eigentümer will Grundstück verkaufen

Der ehemalige Bürgermeister Roland Schäfer sah keine Möglichkeit, an dem Zustand auf dem privaten Gelände etwas zu ändern, obwohl das Gelände nicht abgezäunt ist und die wilden Müllablagerungen am Rand des Hauptweges zunehmen.

Inzwischen ist aber doch etwas Bewegung in die Angelegenheit gekommen – auf Initiative von Peter Driesch, dem Leiter des Kreis-Umweltamtes. „Die Stadt hatte bei uns angefragt, ob wir das Grundstück nicht übernehmen können“, berichtet er auf Anfrage. „Das ist für uns nicht in Frage gekommen, weil es eine isolierte Einzelparzelle ist. Aber wir haben Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen. Und der hat zumindest Verkaufsbereitschaft signalisiert“, so Driesch.

Naturschutzgebiet seit den 90ern im Besitz des RVR

Darüber hat der Umweltschützer vom Kreis Unna die zuständigen Stellen beim RVR informiert. Der hatte schon Anfang der 90er Jahre das rund 100 Hektar große Naturschutzgebiet in seine Obhut übernommen, um es für Jung und Alt als Informations- und Naherholungsgebiet herzurichten.

Da dieses Randgrundstück gegenüber vom Wanderparkplatz an der Werner Straße vielen Spaziergängern, Walkern und Joggern ein Dorn im Auge ist, wollen die Verantwortlichen vom RVR nun wenigstens prüfen, ob dort wie auch immer etwas möglich ist. „Sie haben wenigstens nicht sofort abgewunken“, ist Karl-Heinz Röcher vom Aktionskreis Leben und Wohnen mit Blick auf eine Lösung des Problems zumindest vorsichtig optimistisch. „Zunächst einmal muss der gesamte Müll weggeräumt werden“, sagt er ebenso wie Dirk Janzen von dem RVR-Eigenbetrieb „Ruhr Grün“.

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