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Wie bei James Bond: Bergkamener fällt mit Wunderauto auf

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Von: Jana Peuckert

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Ein Auto im Gegenverkehr bei Nacht (Symbolbild)
Bei einer Verkehrskontrolle fielen der Polizei einige Modifikationen am Fahrzeug auf. © Frank Rumpenhorst/dpa

Was Polizeibeamte am 11. März vergangenen Jahres im Rahmen einer Verkehrskontrolle auf der Unnaer Straße in Kamen entdeckten, lässt viele wahrscheinlich sofort an das Wunderauto von James Bond denken. Auch den Polizisten war so etwas noch nicht untergekommen.

Bergkamen - Aufmerksam wurden die Beamten auf den PS-Protz aufgrund seiner Lautstärke. Bei der Überprüfung des Boliden fiel den Polizisten ein technisch abenteuerlich manipuliertes Nummernschild auf – vom Innenraum aus steuerbar. Und die Beamten wurden weiter fündig: Sie stellten eine Luftpistole und ein Einhandmesser sicher. Ein Verstoß gegen das Waffengesetz.

Nach der Kontrolle ging dem 28 Jahre alten Fahrer aus Bergkamen ein Strafbefehl wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Kennzeichenmissbrauchs in Höhe von 5000 Euro zu.

Eine zu hohe Strafe, fand der Mann und legt Einspruch ein. Das Ganze landete im Amtsgericht Kamen vor dem Strafrichter. Dort erklärte der Verteidiger des 28-Jährigen sofort, dass sich der Einspruch auf die Höhe der Strafe beschränke. Das bedeutete, der Angeklagte stritt den Vorwurf nicht ab.

„Das Auto ist sein Hobby“

Der Bergkamener gab seine aktuelle, berufliche Tätigkeit an. Das damit zugrundeliegende Einkommen rechtfertigte die Höhe des Strafbefehls tatsächlich nicht, stellte der Richter fest.

Er erklärte, wie es zu den 5000 Euro gekommen war. Der Gedanke sei gewesen, wer sich ein solches Auto leisten kann, müsse auch entsprechend verdienen. „Das Auto ist sein Hobby“, erklärte der Verteidiger. Es sei finanziert, gab der Bergkamener an. Unter Berücksichtigung dieser neuen Erkenntnisse senkte das Gericht die Strafe am Ende der Sitzung auf 3000 Euro.

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