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Weniger Einkommen als der Durchschnitt: Bergkamener gehören zu den ärmsten in NRW

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Geldscheine im Geldbeutel
Die Bergkamener haben mehr Geld im Portemonaie. Im Landesvergleich ist es aber immer noch wenig. © Lino Mirgeler

Im Vergleich zu früheren Jahren haben die Bergkamener mehr Geld in der Tasche. Gemessen an den Einkommen in ganz NRW ist das aber immer noch sehr wenig.

Bergkamen/Kreis Unna – Die Bergkamener haben im Durchschnitt mehr Einkommen zur Verfügung als noch vor einigen Jahren. Das machen Zahlen deutlich, die der statistische Landesdienst IT.NRW jetzt veröffentlicht hat. Demnach verfügten die Bergkamener im Jahr 2019 im Durchschnitt über ein Jahreseinkommen von 18 349 Euro. Das waren 558 Euro oder 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fünf Jahre früher, im Jahr 2013, waren es noch 15 494 Euro.

Beim reinen Einkommen aus Arbeit und Vermögen kommen die Bergkamener auf einen Wert von 21 107 Euro. Unter dem verfügbaren Einkommen verstehen die Statistiker die Einkommenssumme, die den privaten Haushalten nach der sogenannten Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. Es ist als Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung der Gemeinden zu verstehen und ermöglicht mittelbar Aussagen zur lokalen Kaufkraft, wobei die regionale Preisentwicklung unberücksichtigt bleibt.

Nur fünf Kommunen in NRW hinter Bergkamen

Die Steigerung des Einkommens in Bergkamen kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Werte im NRW-Vergleich im untersten Bereich liegen. Von 396 Kommunen im Bundesland belegt Bergkamen nur den 391. Platz. Das heißt, nur in fünf NRW-Kommunen haben die Menschen noch weniger Einkommen zur Verfügung.

2019 verfügte jeder Einwohner in NRW rein rechnerisch über ein durchschnittliches Jahreseinkommen von 23 093 Euro, im Kreis Unna waren es 22 267 Euro. Die höchsten Einkommen im Kreis werden in Unna (25 373 Euro) erzielt, gefolgt von Fröndenberg (25 016 Euro) und Schwerte (24 983).

Das landesweit höchste verfügbare Einkommen hatte die Stadt Attendorn im Kreis Olpe mit 53 601 Euro, das niedrigste Einkommen Kranenburg im Kreis Kleve mit 16 990 Euro.

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