„Reine Vorsichtsmaßnahme“

Wegen der Flutkatastrophe: Trinkwasser im GSW-Gebiet mit Chlor versetzt

Das Wasser aus dem Wasserhahn könne nach wie vor bedenkenlos getrunken oder anderweitig im Haushalt genutzt werden, heißt es. Vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe wird ihm zurzeit in Teilen Chlor zugesetzt.
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Das Wasser aus dem Wasserhahn könne nach wie vor bedenkenlos getrunken oder anderweitig im Haushalt genutzt werden, heißt es. Vor dem Hintergrund der Hochwasserkatastrophe wird ihm zurzeit in Teilen Chlor zugesetzt.

Das Trinkwasser im Versorgungsgebiet der GSW schmeckt aktuell leicht verändert. „Kein Grund zur Sorge“, heißt es bei den Gemeinschaftsstadtwerken Kamen, Bönen, Bergkamen. Das Wasser aus dem Hahn könne weiterhin ohne Bedenken konsumiert und im Haushalt verwendet werden.

Bergkamen/Bönen/Kamen – Die veränderten Geschmacksnuancen seien bereits einigen Kundinnen und Kunden aus der Region aufgefallen, berichtet Kai Kruppa, Centerleiter Organisation bei den GSW. Hintergrund des Phänomens sei die Hochwasserkatastrophe in NRW und im Bereich der Ruhr.

Laut Kruppa kommt das Trinkwasser für die Städte Kamen und Bergkamen sowie für die Gemeinde Bönen aus den Wasserwerken in Menden-Halingen und Wickede-Echthausen, beide an der Ruhr gelegen. Dem Wasser in Menden werde gegenwärtig Natriumhypochlorit, also Chlorbleichlauge, zugesetzt, um es zu desinfizieren. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, um die physikalische Desinfektion mittels UV-Bestrahlung zu unterstützen“, so Kruppa.

„Bis sich die Pegel an der Ruhr normalisieren“

Alle Maßnahmen seien „selbstverständlich mit dem Gesundheitsamt des Kreises Unna abgestimmt worden“, sagt der Centerleiter. Die zusätzliche Desinfektion solle bis auf Weiteres bestehen bleiben – so lange, bis sich die Pegel an der Ruhr normalisiert hätten.

Kruppa betont, dass das Trinkwasser weiterhin „vollumfänglich den Parametern der Trinkwasserverordnung“ entspreche. Ein Abkochen sei nicht nötig, es könne wie gewohnt zum Trinken und für alle weiteren Zwecke im Haushalt genutzt werden.

Proben bis dato „unauffällig“

Für die Wasserversorgung in den drei Kommunen haben die GSW zusammen mit der Gelsenwasser AG 2010 ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, die GSW Wasser-plus GmbH. Die beiden Wasserwerke in Menden und Wickede werden von der „Wasserwerke Westfalen GmbH“ betrieben, an der wiederum Gelsenwasser mit 50 Prozent beteiligt ist. Die anderen 50 Prozent gehören der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH.

Die Wasserwerke Westfalen GmbH betreibt entlang der Ruhr insgesamt sechs Wasserwerke mit einer Wasserabgabe von 110,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr, dazu fünf Wasserkraftanlagen, die 18,6 Millionen kWh Strom erzeugen, und sechs Fotovoltaikanlagen.

Laut Kai Kruppa haben die Wasserwerke die Häufigkeit von bakteriologischen Probenahmen intensiviert. Die Ergebnisse für den Versorgungsbereich der GSW seien „allesamt unauffällig“.

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